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ZurQuelle Magazin

Das gesellschaftskritische Popmagazin

Auch die schönste Zeit muss einmal vorbei sein. Das hat auch unser Redakteur Jonas Stein begriffen. Für ihn ist das Studentenlotterleben und die Arbeit bei ZurQuelle vorbei. Mit diesen 10 Dingen, die er an der ZurQuelle-Familie vermissen wird, nimmt er seinen Hut und verabschiedet sich von den treuen Leserinnen und Lesern.

1. Sonntägliche Redaktionstreffen

Was war das immer für eine Freude sich zu den Treffen für die nächste Printausgabe aufzuraffen, mit einem Thema im Anschlag und genug Restalkohol im Körper, um eine Teenieparty in Ekstase zu versetzen. Mit den Kollegen, die Stück für Stück zu Freunden wurden, über Alice Schwarzer, Loona, David Hasselhoff und die Plage der grauen Eichhörnchen zu debattieren. Meist beim Chefredakteur auf der Couch, aber auch öfters vormittags in der Moabiter Eckkneipe, die dem Projekt seinen Namen gab. Nur die seltsamen Gestalten, die von der Afterhour in der Kneipe hängen geblieben waren, werden mir nicht so sehr fehlen.

2. Release Partys in einem Sexshop

Offen, jung, dymanisch und sexy wie das Magazin nunmal ist, durfte auch die Release Party zur »Provinz«-Ausgabe nicht irgendwo stattfinden. Nein, eine findige Kollegin aus der Akquiseabteilung stellte den Kontakt her und mit diversen Gastredern, Beamern, Bannern, einem DJ und lieben zQ-Mitarbeitern wurde im Fun Factory Store ein kulturell wertvolles Meisterwerk abgeliefert. Die Gäste und die Redaktionsmitglieder waren begeistert von diesem Tag.

3. Kreative Treffen zum Thema »Kleinkram«

Jede Ausgabe des ZurQuelle-Magazins bekommt »Kleinkram«. Das können lustige Hintergrundtexte zu den längeren Artikeln, Bilderstrecken, Psychotests oder auch Listen mit Empfehlungen sein. Dabei kommt es immer darauf an, den Unterhaltungs- und Mehrwert für den Leser zu steigern. Keiner sollte dümmer und trauriger als einer ZQ-Lesesession gehen. Genau das macht diesen fruchtbaren Nährboden des gemeinschaftlichen Arbeitens bei der Quelle aus. Jeder bringt etwas an den Tisch von dem jemand anderes sagt; »Hey, das ist cool. Gibt es das Phänomen noch häufiger und wenn ja wo und was bedeutet das?« Nach einem solchen Treffen fühlt man sich glücklich und erschöpft zugleich. Wie nach einem richtig gutem Workout, nur für den Kopf.

4. Teambuilding in den Niederlanden

Sonnenuntergang und das letzte Foto im nüchternen Zustand

Die Liste der Ziele war kurz: »Flunkyball spielen«, stand auf den Blöcken der todesmutigen Truppe, die sich auf den langen Weg in den Westen der Niederlande gemacht hatte. Neun Stunden fahrt wurden mit einem glücklichen Gastgeber, einer Menge Grillgut und einer ausgelassen Stimmung belohnt, die nicht mal von einer Abifahrt übertroffen werden konnte. Was danach passierte? Ich habe keine Ahnung, aber die Bloody Marry am Morgen vertrieb Kummer und Sorgen. Ideen hatten wir auch viele und gute obendrein. Nur unsere Leber hatte von dem Trip nicht so ganz profitiert.

Wir haben unsere Männlichkeit wiederentdeckt

5. Das fertige Magazin in den Händen halten

Es kommt der Moment für einen Redakteur, da hat man das Geschaffene zum ersten Mal in den Händen. Man erkennt, dass sich die Arbeit der letzten Wochen gelohnt hat. Die zweite oder dritte Überarbeitung des eigenen Artikels, die man widerstrebend angegangen ist, oder das mehrfache Anfragen von Interviews und Stellungnahmen. Am Ende steht man mit dem Magazin auf dem »Golm rockt Campusfestival« und erklärt, was man da gemacht hat und warum das so wichtig ist. Und man kann auf jede miesepetrige Frage eine eloquente Antwort finden, weil es einem so viel bedeutet.

6. Geschäftsreisen nach Bonn

Katerstimmung auf dem Drachenfels

Schon am Burger King des Vorortflughafens klickte die erste Dose. Zum Netzwerken flogen wir per Discounterairline in die Heimat unseres Chefredakteurs. In einem Hostel ohne WLAN!!! kamen wir unter, erkundeten die Stadt und dessen kulinarische Feinheiten. Auf dem ProCampus-Award zeigte sich die ZurQuelle-Redaktion von ihrer besten Seite. Der eine stellte moralisch verwerfliche Fragen, der andere ließ Luft in Flaschen. Am nächsten Tag besiegten wir unseren Kater mit einem Trip auf den Drachenfels und irgendwann schliefen wir alle seelig ruhig in einem Irish Pub ein.

Jonas und Felix haben den Aufstieg geschaft

Wer möchte, der kann den wundervollen Erfahrungsbericht hier nachlesen.

7. Die Mittwochstreffen

Als organisatorischer und inhaltlicher Fixpunkt entwickelt, entpuppte sich das wöchentliche Redaktionstreffen zu einer Mischung aus Vereinssitzung, Familientreffen und Süßigkeitensession. Es war alles, nur nie langweilig. Mal voller Größenwahn, mal voller Demut und dann wieder voller Vorfreude auf die Dinge, die noch kommen würden.

8. Die Buchmesse

Es wurde mächtig gebaut und gehämmert!

Auf einem Büroboden schlafen, eine Ernährung wie im ersten Semester ohne Mamas Kochkünste und überall auf dem Messegelände Identitäre und AfD-Fans entdecken. Und dann waren da noch der Gin und die angeregten Gespräche mit interessierten Käufern. Die Frankfurter Buchmesse 2017 bot so einige spannende Erlebnisse. Zusammen mit dem Team der Indiecon wurde das schönste Standareal aller Zeiten kreiert und jeden Abend pünktlich ab 18 Uhr auch zelebriert. Zwischendurch mussten wir noch »Ulrich Wickert« (hust) am Ginstand interviewen. Ein Spaß für die ganze Familie. Und der Stand der Jungen Freiheit bekam »Die International« entgegen geschmettert.

9. Weihnachtsfeiern in Karaokebars

Freilich kann eine ZurQuelle-Weihnachtsfeier nicht ohne trashige Musik, Schrottwichteln und Glühwein mit einer Zuckerdichte von Aua stattfinden. Und so wurde bei unserem scheidenden Redakteur vorgeglüht, um dann kurz vor dem Verlust der Tischreservierung doch noch in der angepeilten Destination zu erscheinen und den Laden komplett zu zerrocken. Als die Stimmung ein normales Niveau zu erreichen drohte, zogen die wilden Boy and Girls einfach weiter und crashten noch eine Verrlobungsfeier, die uns spontan bei den folkloristischen Tänzen integrierte. Ein Abend an dem wir gut und gerne leben wollten.

10. Der 4,0 Award für außergewöhnliches akademisches Scheitern

Die Verbeigung nach dem Event mit den Machern, dem Drittplatzierten (der Lange mit Bart) und der Jury (jeweils außen)

Junge, Junge. Das war eine Sause. Monatelang sichteten wir Einsendung von Bewerbern, wurden Planungen für den Ablauf gemacht, Jurytrefffen organisiert, Spiele vorbereitet, Schnaps gekauft. Am Ende war es die Mühe wirklich wert und ZurQuelle hat als hedonistisches Magazin für junge Leute Stellung bezogen gegen eine Leistungsgesellschaft, in der einzelne Personen immer weniger zählen. Darauf kann man stolz sein und ich bin mir sicher, dass ZurQuelle diesen Weg weiterhin gehen wird.

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Außer einem ZurQuelle-Abschied gab es in der letzten Woche folgende Themen…

Das letzte Herz ging an den sympathischen Jens Spahn.

Patrick war im B-Movie in Hamburg und hat sich japanische Trashfilme angeguckt.

Unsere Autorin Vanessa hat die neue Show von Klaas (»Late Night Berlin«) besprochen.

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