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ZurQuelle Magazin

von und für Zaubernde

Eine bunte Gruppe lieber Menschen, ein alter versiffter Reiseführer und viel Schnaps: So malen wir uns den unvergesslichen Urlaub aus. Endlich auch mal ohne Eltern, die sich über jeden schlechten Witz des Reiseanimateurs freuen und dich in unangenehme Touristen-Cafés schleifen. Damit die große Gruppenreise ein Erfolg wird, gibt es einiges zu beachten – und manche Gefahren. +++Werbung/Advertorial+++

Going to Ibiza oder Weimar?

Die Gretchenfrage steht bereits am Anfang – wo soll die Reise hingehen? Jeder Mitreisende hat seine eigenen Vorstellungen. Patrick will saufen bis der Schädel dröhnt und Sabine strebt ohne Sonnencreme am Strand den Hummerlook an. Dörte will wiederum Authentizität, einen Besuch im Kafka-Museum und mit den Einheimischen Brot backen. Dann kommt noch Felix dazu, der über die politischen Kämpfe vor Ort informiert werden möchte, sowieso tourismuskritisch ist und ständig Adorno zitiert. Streit ist vorprogrammiert. Wie also einen Kompromiss finden?

So hübsch können Hostels sein. Der Fotografin liebstes Highlight: Vogelkacke im Bett, Beitragsfotos: Katinka Brückner

Egal wohin – Hauptsache weg!

Doch wie findet man einen Kompromiss zwischen Champagner und Kaviar in München und vegan Grillen im Berliner Mauerpark? Irgendwas ist immer, und deswegen muss jede Diskussion über das ideale Ziel für die Gruppenreise irgendwann beendet werden. Zur Not gewaltsam. Und hey, der Weg ist das Ziel, das wusste schon Ghandi oder so. Am Ende ist es doch auch gar nicht so wichtig wo man ist, sondern, dass man Spaß zusammen hat. Doch ist ein Reiseort gefunden, muss trotzdem auch ein bisschen Planung sein.

 

Wo ist Walter? Der hat den Plan!

Wer kauft den Schnaps für die Anreise? Welche Kneipe hat die stabilsten Bierpreise? Und in welchem Stadttheater bekommt die kultivierte Kathrin ihre Shakespeare-Dröhnung? Die meisten nervt die Reiseplanung, doch Orga ist die halbe Reise. Das ist wie beim Bogenschießen: Nur wer sich Zeit nimmt und in Ruhe seinen Bogen spannt, atmet und zielt, trifft ins Rote und nicht die Nachbarskatze. Wer die Arbeit auf sich genommen hat, wird am Ende auch gefeiert, auf Händen getragen und mit Liebe überschüttet.

Geheimtipps aus dem Internet

Wo gibt’s das billigste Bier mit den meisten Umdrehungen? Welcher Club hat den engsten Dark Room? Und am wichtigsten: Wo ist der nächste Segway-Verleih? Mit so einem Teil könnt ihr dann dümmlich grinsend rumfahren, eine Hand am Lenker, die andere am Selfie-Stick (Penis). Wenn ihr aber noch mehr Geheimtipps braucht bevor ihr bereit seid, euren Urlaub zu buchen, schaut doch mal im weltweiten Internetz aka www nach. Der super sexy Reisefinder für Gruppen hilft, eine Stadt zu finden, in der alle auf ihre Kosten kommen. Und spätestens wenn dich nachts im Etagenbett die warme Kotze deiner Zimmergenossin weckt, die sanft von oben auf deine Stirn tropft, dann bist du Teil des Ganzen. Und kotzt einfach mit.

Carpe Diem – zugedröhnt in Richtung Sonnenaufgang

Sobald alle am Abend bei Schnaps, Kaviar und selbstgebackenem Dinkel-Chiasamen-Brot beisammen sitzen und aus voller Kraft “Purple Rain” performen, wird klar: so unterschiedlich die Interessen auch sein mögen, mit den richtigen Leuten kann so ein Urlaub richtig gut werden. Selbst Felix hat kurz seinen Adorno beiseite gelegt und hängt nun völlig zugedröhnt an der Bierbong – eben noch Kulturindustrie-Gefasel und jetzt tanzen zu Loona. Sabine war zwar nicht am Strand, hat aber ein günstiges Sonnenstudio gefunden und zuckt krampfhaft bei jeder Berührung ihres feuerroten Körpers. Auch Dörte findet die Situation so richtig kafkaesk und zieht erstmal am Joint. Und wenn ihr euch irgendwann in den Morgenstunden in den Armen liegt – schlaftrunken, vollgekotzt und mit verschmierten Make-Up in den Visagen – wisst ihr: ihr seid am Ziel angekommen.

Gute Reise und Prost!

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