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ZurQuelle Magazin

von und für Zaubernde

Wir schauen für euch jede Woche die schönsten filmischen Absurditäten. Egal ob Zombies, Monster, Roboter oder Killertiere. Für die Liebe zum Trash! Diese Woche: Eine durchgestylte Apokalypse. Die Erwachsenen sind verrückt geworden, die Kinder knallen sie ab. Mittendrin: Zwei schwer verliebte Teenager.

Worum geht’s

Eine Gruppe vernachlässigter Jugendlicher kann den Gedanken daran, älter zu werden, nicht ertragen. Zusammen sitzen sie auf einer einsamen Insel fest. An Nahrung und Waffen mangelt es nicht. Aber eine mysteriöse Seuche hat ihre erwachsenen Vorgesetzten in Zombies verwandelt. Zwar können sie diesen entfliehen, aber nicht der Zeit. Wer wird überleben? Und bekommt Make-Up-Göre Pearl ihren Bad-Boy Liam in die Laken?

Hahaha, du hast Penis gesagt.
Hier lachen die Teenager noch. Doch aus der Aussicht, V-Plus zu plündern, wird bald bitterer Ernst.

Anwärter auf den Olymp des Trashs?

“Alone” ist generisch as fuck. Nicht nur gibt es mindestens vier andere Filme mit dem selben Titel und nahezu identischer Handlung. Weder die Handlung, noch der Look des Films bleiben im Gedächtnis. Er ist nicht unbedingt schlecht. Aber die Erwartungshaltung des “Trash” wird nicht erfüllt. Ein filmisches Schulterzucken. Ein klassisches “Mmmh.”.

Trinkspielideen

Je jünger die Kinder, desto höher die Überlebenschancen. Zwar ist es ganz schön Badass vom kleinen Jonathan, eine AK47 mühelos bedienen zu können, aber es nervt, dass er alle zwei Sekunden “Die sind alle böse!” schreit. Ja, Jonathan. Wir wissen mittlerweile auch, dass die Erwachsenen böse sind. Dein Geplärre ist unerträglich. Pardon, schwer erträglich. Denn es gibt ja Gin.

Aber ey, Diversity und so.
Das hat ihnen gerade noch gefehlt. Im Strudel der Hormone macht ihnen ein kleines Kind einen Strich durch die Rechnung.

Was haben wir gelernt?

Eine pseudo-philosophische Botschaft über die Bosheit der Erwachsenen sollte man als Regisseur vielleicht nicht unbedingt mit Zombie-Materie mischen. Irgendwie kann sich der Film nicht zwischen unterschwelliger Kritik am Zeitgeist und primitiven Geballere entscheiden. Außerdem lernen wir, dass Teenager in Zombie-Filmen nie schwitzen. Eigentlich also eher eine Utopie, als Dystopie.

Welchen Satz würde Tarantino zitieren?

Pearl: Hast du Probleme mit mir?

Liam: Schon.

Pearl: Welche denn?

Liam: Mehrere.

Pearl: Das habe ich bereits verstanden.

Bastian: Tut mir Leid. Ich finde, das Make Up steht dir nicht… Bleibst du bei mir?

(…flirten kann er.)

Ich glaube er ist tot.
Bisschen Schwund is‘ immer.

Politisch fragwürdigste Szene

Wie bereits erwähnt sind die Kinder die absoluten Firestarter. Bedienen Waffen wie ihren Nintendo DS und zögern nicht, sie zu benutzen. Moral scheinen sie, nie gelernt zu haben. Wahrscheinlich sind sie in Trumps Amerika groß geworden. Man kann es ihnen nicht verübeln.

Ist das Trash oder kann das weg?!

Dieser Film ist mit Sicherheit kein Trash. Er ist nicht überaus interessant, man wird sich weder an bestimmte Dialoge erinnern, noch mit Charakteren identifizieren. Er ist allerdings mit beruhigender Ambient-Musik unterlegt. Wenn man abends im Bett liegt, nicht einschlafen kann, aber Brian Enos Alben schon totgehört hat, kann sich damit sicherlich Abhilfe schaffen.

 

Die letzte Folge von „Taste the Waste“ könnt ihr hier nachlesen!

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