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ZurQuelle Magazin

von und für Zaubernde

Wir lieben Trash! Diese Woche: Dämonen aus dem All. Die cineastische Klärung der wahren Gründe für die globale Erwärmung.

Worum geht’s

In der Zukunft steht es schlecht um die Arbeitnehmerrechte. Deswegen wird Commander Jackson aus seinem Urlaub zum Dienst gerufen. Aber hey: “Das ist nun mal das harte Los von uns Weltraumvagabunden.”  Trotz Panzerglas wurde eine meteorologische Station im Himalaya ramponiert, die Crew getötet und Leiter Lieutenant Harris entführt. Rod Jackson muss nun mit seinem Team aufklären. Denn schließlich stellen auch mysteriöse Wetterveränderungen das Team von Gamma 1 vor ein Rätsel. Bei ihrer Expedition in den Himalaya stoßen sie auf wunderliche Schneemenschen. Stellt sich heraus: Die sind Schuld an allem!

Ein Schneewesen in Dämonen aus dem All
Papa Schlumpf ist nicht so nett, wie man auf dem ersten Blick denken mag.

 

Anwärter auf den Olymp des Trashs?

Dämonen aus dem All (1966, Originaltitel: La morte viene dal pianeta Aytin) ist ein Traum für jeden anspruchsvollen Trash-Cineasten. Obskure Weltraumszenen, bekloppte Yetis aus dem Weltall und Rod Jackson als charismatischer Superheld und Weltenretter. Auch die futuristische Weltraumaustattung und der Soundtrack wissen zu begeistern. Feinster Italo-Trash aus seiner goldenen Ära. Der Film ist allerdings nicht zu verwechseln mit “King Kong – Dämonen aus dem Weltall”.

Trump geht immer…

Was haben wir gelernt?

Global Warming geht auf das Konto der Schneemenschen aus dem Weltall. Sie erhöhen die Temperatur auf der Erde, um die Polkappen zum Schmelzen zu bringen und die Erde zu fluten. Dann wollen sie die Temperatur senken, das Wasser gefrieren und einen angemessenen Lebensraum für ihren Schneebärchen-Lifestyle haben.

Die Crew im Weltraum - Dämonen aus dem All
Rod ist ein toller Hecht und immer Herr der Lage.

Welchen Satz würde Tarantino zitieren?

Sharu, einer der Bewohner des Himalayas teilt eine uralte Weisheit mit den Weltraumhelden:
“Ein Sprichwort unserer Heimat sagt, wer auf der Jagd nach dem weißen Tiger ist, sollte stets darauf achten, dass Körper und Geist im Einklang sind.”

„Wir dürfen die Weisheit solcher Worte nicht ignorieren!”

“Einverstanden Frank. Bis später!”

Dann erkunden die beiden das Nachtleben von Garandi in einer Art Kneipe. Sharu tanzt wunderlich.

Mehr Trash? Hier!

Politisch fragwürdigste Szene

Sharu ist als hinterwäldlerischer “Ureinwohner” Porträtiert. Für ihn sind Explosionen “schwarze Magie”, während die weißen Männer schon im Weltraum herumreisen können.

Um das noch deutlicher herauszustellen, sagt er dann auch selbst: “Sharu hat einen ganz einfachen Verstand. Die einfache Person ist die beste überhaupt.” Dann grinst er doof.

Außerdem fragwürdig: Lisa Nielsen, die Frau vom verschollenen Jim Harris, kennt seine Steakvorlieben (durch, eine Seite fast angebrannt, kleine Zwiebeln und Kapern).

 

Im Hauptquartier der Schneemenschen - Dämonen aus dem All
Werden sie die Klimasünder stoppen können?

Pommes!!!

Ist das Trash oder kann das weg?!

“Dämonen aus dem All” ist wunderbar schräg und trashig. Rod Jackson begeistert mit einer Coolness und Macher-Attitüde, bei der man sich heute nur noch an die Stirn fassen möchte. Damals gab es halt noch nicht Raewyn Connels “Der gemachte Mann” in Buchform und “Toxic Masculintiy” klang nach einem neumodischen Deospray. Der Hauptdarsteller Giacomo Rossi Stuart hat auch im zweiten Teil des Erotikklassikers “Black Emanuelle”* mitgespielt. Eine besondere Würdigung hat der Film verdient, weil er den Klimawandel schon im Jahr 1966 vorausgesagt hat. Nun sollte geprüft werden, ob die Schneemenschen im Himalaya noch zu stoppen sind. Da einer der Burschen derzeit getarnt im Weißen Haus sitzt, sollte der Kontakt nicht allzu schwer herzustellen sein.     

Mal wieder ins Kino? Hier geht’s zur Sneak-Review!

*  Bei weiteren Recherchen stößt “man” in seiner Filmographie auf Streifen wie “Leidenschaften einer Minderjährigen” oder “Hilfe, ich bin eine männliche Jungfrau”. Aber auch auf einige sympathische Titel wie “Die Grotte der vergessenen Leichen” oder “Spezialkommando Wildgänse”.

Die letzte Folge von „Taste the Waste“ könnt ihr hier nachlesen!

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