Zum Seiteninhalt

ZurQuelle Magazin

von und für Zaubernde

Wir schauen für euch jede Woche die schönsten filmischen Absurditäten. Egal ob Zombies, Monster, Roboter oder Killertiere. Für die Liebe zum Trash! Diese Woche: Angriff der Riesenkralle. Im Weltall lauern größere Gefahren, als „Independence Day“ uns glauben ließ.

Worum geht’s?

Die Wissenschaft hat enorme Fortschritte gebracht. Beispielsweise das Reisen in Überschallgeschwindigkeit oder Radarsysteme zum Schutz gegen Brieftauben. Doch als die “Riesenkralle” auftaucht, stößt jede Rationalität an ihre Grenzen. Doch beginnen wir am Anfang: Der Wissenschaftler Mitch MacAffee sichtet ein UFO. Es entging aber allen Radarsystemen, weswegen keiner Mitch glaubt.

So ganz recht hatte Mitch, der glaubte es handele sich um ein “fliegendes Schlachtschiff”, dann auch wirklich nicht. Vielmehr stellt sich heraus, dass die Menschheit mit einem viel schlimmeren Übel konfrontiert ist: Ein fliegender Monstertruthahn aus dem Weltall mit einem Schutzschild aus Antimaterie. Natürlich hat das Mistvieh aus einer “gottlosen Antimateriegalaxis” auch noch Eier auf der Erde abgelegt, die jetzt zu Rührei geballert werden müssen. Wird die Menschheit diese große Prüfung bestehen? Und wenn ja, zu welchem Preis?

Wissenschaftlich eindeutig validiert: eine Feder.

Anwärter auf den Olymp des Trashs?

Besonders trashig ist das Vogelwesen. Man kann nur schwer beschreiben, wie bescheuert das Vieh aussieht. Man stelle sich vor, jemand haue einem Truthahn mit einem Holzhammer auf die Birne und er überlebt mit schwerer Hirnschädigung. Vermutlich wäre dessen Gesichtsausdruck ebenso dümmlich, wie der des Weltraumvogels. Der geile Punker-Iro vollendet den Look. Sogar im Pressetext vom Vertrieb steht, dass der Riesenvogel “die Darsteller des Films seinerzeit vor Scham im Boden” versinken ließ.

Mehr Trash? Hier!

Trinkspielideen

Hau weg den Fusel, wenn der krasse Monstervogel auftaucht und wieder ein paar Fallschirmspringer oder Kampfflugzeuge frisst. Komm, schenk ein das Ding!

Das Grauen steht ihnen ins Gesicht geschrieben.

Was haben wir gelernt?

Es gibt im Weltraum kleinen grünen Männchen, sondern riesige fliegende Punkertauben mit einem Schutzschild aus gottloser Antimaterie. Also hat Donald Trump wohl recht, wenn er den Klimawandel belächelt. Offensichtlich gibt es eine noch viel größere Bedrohung. Brace yourselves, winter is coming.

Und aktuell im Kino? Hier!

Welchen Satz würde Tarantino zitieren?

Der Sprecher kommentiert die Szene:

“Zeit: 8.15 Uhr. Ein Flugzeug der obersten Luftfahrtbehörde ist unterwegs zur Absturzstelle von Mitch MacAfees Flugzeug. An Bord sind 4 Absturzspezialisten der Luftfahrtbehörde. Und ein Pilot.

Zeit: 8.16 Uhr. Ein weiterer bedeutungsvoller Moment in der Geschichte der Menschheit.”

Dann wird das Flugzeug von dem Monstervogel angegriffen.

Keine Angst, es ist nur ein Film! Das Monster ist wirklich NICHT ECHT!

Noch mehr Klassiker? Gerne!

Politisch fragwürdigste Szene

Mitch besteht bei der Planung des Endkampfs darauf, dass Sally nicht mitkommt: “Dieser Auftrag ist nichts für ein Mädchen”. Reaktion vom Leutnant: “Wir werden sofort jemanden herschaffen”. Dann bringt Sally Brötchen und Kaffee. Der Leutnant sehr freundlich: “Oh danke, sehen die lecker aus!”. Sally kommt dann aber doch mit.

 

Der Anblick des dümmlichen Monstervogels hat sie aus den Latschen gehauen.

Ist das Trash oder kann das weg?!

“Angriff der Riesenkralle” (im Original: The Giant Claw) ist einfach nur traumhaft. Das Monster ist wunderschön und die Dialoge der Knaller. Die Monsterfilm-Community Monstrula.de beschreibt den Vogel als “so ziemlich das blödeste, was je durch die Lüfte flog”. Das trifft es ziemlich gut.

Der Film aus den späten 50ern ist am 13.April über Anolis Entertainment erschienen. Die Fassung kann sich sehen lassen: tolle Bildqualität, 2 Discs (DVD und Blu-ray), ein haufen Extras und ein umfangreiches Beiheft.

Die letzte Folge von „Taste the Waste“ könnt ihr hier nachlesen!

Ihr wollt mehr kluge Texte, garniert mit dummer Unterhaltung? Nichts geht über unsere Print-Ausgabe. HIER könnt ihr sie bestellen.

Mehr Infos über das ZurQuelle Magazin.