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von und für Zaubernde

Geishas: Das sind die vornehmen Frauen, die man aus asiatischen Filmen kennt. Immer auf leisen Sohlen tapsend, immer höflich und stets eine Randgestalt, die den Herren dient. In Robo Geisha werden die Machtverhältnisse umgedreht.

Worum geht’s?

Ein Unternehmer des Rüstungsunternehmens Kageno Steel bildet Geishas zu Attentäterinnen aus. Doch der Märchenprinz hat böse Motive. Werden die beiden Schwestern Yoshie und Kikue ihn aufhalten können?

Anwärter auf den Olymp des Trashs?

Maschinengewehrbrüste, Ninjasterne, die von Pobacken abgefeuert werden: Die Cyborggeishas haben ordentlich Power. Die Kämpfe überzeugen ebenso wie die Splattereinlagen. Verantwortlich fürs Drehbuch ist Noboru Iguchi – der auch Klassiker wie »The Machine Girl« oder »Tokyo Gore Police« geschrieben hat. Stärkste Szene: Yoshie verwandelt sich in einen Panzer. Die überzeugendste und schönste CGI-Einlage des Films und eine wunderbare Anspielung auf »Transformers«.

Welche Satz würde Tarantino zitieren

»Utilising your advantage as woman you can get close to your enemy and assassinate them.« Solche Sätze fallen in der klassischen Robo Geisha Ausbildung.

Politisch fragwürdigste Szene

Eine der Geishas wird im Kampf mit einem Katana ins Höschen gestochen. Das wirkt dann wie ein ziemlich vorpubertärer Menstruationsgag. Warum die Geishas ständig halb nackt sein müssen, erschließt sich auch nicht.

Fazit

Robo Geisha dekonstruiert erfolgreich alle klischeehaften Vorstellungen der dienenden Hausdame. Diese sind schwer bewaffnet und verfügen über tödliche Transformationskräfte. Der Film endet mit einem fulminanten CGI-Feuerwerk, das dem Film den Drive zurückgibt, der an anderen Stellen fehlt. Und wie könnte es anders enden als mit einem »butt sword« Kampf vor einer Buddhastatue und einer großen Familienversöhnung?

Außer »Robo Geisha« gab es in der letzten Woche folgende Themen…

In der letzten Sneak gab es Romantik mit Monster. »The Shape of Water«

Identitäre tun auf Feministinnen? Pfui. (K)ein Herz für den identitären Taschenalarm.

»Deepfaker« planen deine ungewollte Pornokarriere.

Al Gore will immer noch die Welt retten. Und ist immer noch nervtötend. Big Al und das Wetter.

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