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Das gesellschaftskritische Popmagazin

Die deutsche Post-Punk-Szene blüht: Bands wie Die Nerven oder Love A zelebrieren den spröden Sound der 80er, und mit Marathonmann kam in den vergangenen Jahren ein weiterer Szene-Tipp hinzu.

Unzählige Tattoos zeugen von ihrem großen Talent, verborgene Gefühle in Worte zu gießen und diese mit energetischen Punk-Ohrwürmern herauszuschreien. Ihr neues Album „Die Angst sitzt neben dir“, das am 19. Juli erscheint, beschäftigt sich mit der Angst, die das Leben so vieler Menschen bestimmt – bewusst oder unbewusst. Marathonmann-Gitarrist Leo erzählt uns bei „The Songs That Shaped My Life“, welche Musik ihn auf dem Weg zu diesem Album am meisten begleitet hat.

Der erste Song, den ich bewusst gehört habe

Der erste Song war „Another Day in Paradise“ von Phil Collins. Der lief immer im Radio zu der Zeit und das hat sich bei mir eingebrannt.

Laut Aussage meiner Mutter habe ich dann immer mit Kochlöfel auf Töpfe dazu gehauen und irgendwelche Wörter, die wie Englisch klingen, mitgesungen. Trotzdem bin ich Gitarrist geworden.

Der Song, der mich an meine Schulzeit erinnert

Das ist „Basket Case“ von Green Day. Wir hatten in der Schule immer einmal im Jahr so einen Schulstreich, bei dem alle Kinder im Schulhof irgendwas witziges gemacht haben. Und da lief dann das eine Mal die ganze Zeit Green Day. Das erinnert mich immer sofort an Schule.

Der erste Protest-Song, den ich kannte

Wenn man es Protest-Song nennen kann war es „Hier kommt Alex“ von den Toten Hosen. Die Toten Hosen war meine erste Band, die ich exzessiv gehört habe.

Der Song, der mich zum Weinen bringt

Ich rede ja nicht so gerne über Gefühlssachen. Aber als mein Stiefvater völlig unerwartet gestorben ist, habe ich in der Nacht nachdem wir es erfahren hatten „Clycerine“ von Bush gehört bzw. auf der VHS „Bush live in Woodstock“ angeschaut. Die VHS habe ich zu der Zeit rauf und runter geschaut und an dem Abend habe ich dann Clycerine immer wieder angesehen. Da kommen sofort, auch jetzt noch, die Gefühle hoch.

Der Song, den ich gerne selber geschrieben hätte

Da gibt es leider viele. Aber „Everlong“ von Foo Fighters wäre schon gut gewesen. Weil er so simpel aber das Riff auch so gut und genial ist.

Der Song von euch, auf den du am meisten stolz bist

Da ich erst seit dem aktuellen Album „Die Angst sitzt neben dir“ aktiv dabei bin mit Songwriting ist es „Flashback“. Den finde ich von vorne bis hinten rund.

Der Song, der mich wütend macht

DJ Ötzi – Pizzahut. Einfach weil das so ein Schwachsinn ist. Da gäbe es dann noch ein paar mehr.

Der Song, den ich am liebsten live spiele

Stand jetzt ist es „Holzschwert“. Mal sehen wie gerne ich die neuen Songs spielen werde. Ich denke da wird es dann einen neuen Favoriten geben.

Der Song, der mich aufbaut, wenn ich down bin

Das ist schwierig, weil es Musik generell ist, die mich entweder down macht oder wieder aufbaut. Ein Song, den ich immer hören kann und der mich dann auch definitiv aufbaut ist „The Archers Bows Have Broken“ von Brand New. Toller Text, toller Song.

Der Song, der auf meiner Beerdigung laufen soll

Um ein wenig traurige Stimmung zu verursachen: „Run“ von Snow Patrol und danach, weil ich keine so traurige Stimmung auf meiner Beerdigung will, „Mistakes“ von John Frusciante. Das kennt wahrscheinlich kein Mensch, aber macht gute Laune.

Marathonmann Videos:

„Schachmatt“:

„Flashback“:

„Die Vergessenen (Off The Road Sessions)“:

Die Angst sitzt neben dir“ Album-Tour

mit: Die Heart, The Pariah

„Die Angst sitzt neben dir“ Album-Tour:

mit DIE HEART, The Pariah

30.10.2019 DE- Koblenz- Circus Maximus

31.10.2019 DE- Hannover- Lux

01.11.2019 DE- Düsseldorf- Tube

02.11.2019 DE- Köln- Helios 37

06.11.2019 CH- Zürich- Dynamo

07.11.2019 DE- Saarbrücken- Garage

08.11.2019 DE- München- Backstage

09.11.2019 DE- Stuttgart- Juha West

13.11.2019 DE- Nürnberg- Club Stereo

14.11.2019 DE- Leipzig- Conne Island

15.11.2019 DE- Berlin- Badehaus

16.11.2019 DE- Hamburg- Logo

21.11.2019 DE- Frankfurt- das Bett

22.11.2019 DE- Münster- Sputnikhalle

23.11.2019 DE- Bremen- Tower