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ZurQuelle Magazin

Das gesellschaftskritische Popmagazin

Liebe Freunde, liebe vermeintlich Diskriminierte, liebe Dumme – so beginnt die Reaktion der Bonner Smoothie-Burschen von True Fruits auf eine Petition wegen Rassismusvorwürfen. Die Forderung: Händler und Konsumenten sollen ihre Produkte boykottieren.

Wie nervig – finden die Firmeninhaber. Humor ist doch ein Grundpfeiler ihres bestechenden Marketingkonzepts. Diesem verleiht der „Saftladen“ auf seinen Glasflaschen durch kleine Geschichten Ausdruck. So zum Beispiel, wenn gegen zweckentfremdete Obst- und Gemüseemojis appelliert wird. Eine Aubergine als Symbol für Genitalien zu verwenden, geht nun wirklich zu weit (#lassdenjohannesdrin).

Freche Früchtchen

Das entlockt schallendes Gelächter im gelangweilten Unihörsaal. Die Würde des Emojis ist unantastbar, die des Menschen eh im Arsch. Wer das verinnerlicht hat, kann auch über Werbeplakate mit Sprüchen wie „abgefüllt und mitgenommen“, „bei Samenstau schütteln“ und #lassesdirmachen unbeschwert kichern.

Aber da geht noch mehr, dachten sich die Flaschen von True Fruits. Sexismus kann jeder, finden die Gründer des „Eier aus Stahl-Awards“ für mutige Unternehmer. Warum nicht auch ein bisschen Rassismus? Eine schwarze Flasche trägt den Slogan „Schafft es nur selten über die Grenze“. Lustig, oder? Kommt schon! Das wird man doch wohl noch sagen dürfen!

Ihr süßen Früchtchen, nehmt unser mitleidvolles Herz. Ihr wollt doch nur gesehen werden, ein Lachen auf unsere Gesichter (zumindest die weißen, männlichen und heterosexuellen) zaubern. Coole Persönlichkeiten lassen sich nicht verbiegen und schwimmen gegen den Strom. Dann strampelt genau so weiter, Richtung Wasserfall.

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