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ZurQuelle Magazin

von und für Zaubernde

Im Stuhlgang von Menschen ist erstmals Mikroplastik nachgewiesen worden – und alle spielen die Überraschten. Dabei sind die bunten Perlen richtige Hingucker.

Jetzt haben österreichische Forscherinnen und Forscher also offiziell nachgewiesen, was man vielleicht schon immer wusste: Wir sind nicht allein. Die Rede ist nicht von Aliens oder Reptiloiden, sondern von feingranuliertem Kunststoff. Wo Menschen sind, da ist auch Mikroplastik; denn es ist überall drin, auch in uns. Doch statt jetzt kurz innezuhalten und sich über das kostenlose Darmpeeling zu freuen, regen sich alle auf.

Woher kommt auf einmal dieser Hass gegen die nützlichste Erfindung des letzten Jahrhunderts? Wenn wir Kunststoff so wenig mögen – warum machen wir es dann überall rein? Weil es geil aussieht in unserer Kleidung und unserem Make-up, und wir geil aussehen wollen! Weil es schnell zu produzieren ist und wir ungeduldig sind! Weil es günstig ist und das dem Kapitalismus gut tut! Und überhaupt: Wer kein Problem damit hat, Chlorhühnchen zu essen, darf sich auch nicht über Mikroplastik-Fischstäbchen beschweren. What goes around, comes around. 

Wir bei ZurQuelle sagen: Was von außen schonend die Gesichtshaut reinigt und die Zähne poliert, kann auch für die Innereien nicht verkehrt sein. Ob künstliche Hüftgelenke, dritte Zähne oder Chips im Gehirn: Der Mensch trägt ohnehin so viel Kunststoff im Körper, dass ein wenig mehr nicht schaden kann. Dafür gibt es diese Woche ein quietschbuntes Plastikherz von uns!

Lust auf mehr? Dann schau hier!

Anne verschlang in nur drei Tagen das neue Buch der großartigen Margarete Stokowski: »Die letzten Tage des Patriarchats«.

Leonie sah sich an, wie Fundi-Christen beim »Marsch für das Leben« weiße Kreuze schwingen.

In der letzten Sneak: Telefondienst statt Dienstwaffe in »The Guilty«.

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