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ZurQuelle Magazin

von und für Zaubernde

Jens Spahn liebt seine Süßigkeiten in Maßen. Der multitalentierte Hartz-IV-Verteilungsexperte kennt sich auch mit dem weiblichen Körper aus und weiß genau, welche Farbe deine Smarties haben sollten – und was die gestiegenen Abtreibungszahlen damit zu tun haben.

Mit einer glitzernden Träne im Augenwinkel entsinnen wir uns der Zeit, als die >Pille danach< noch rezeptpflichtig war. An die ausgedehnten Sonntagmorgende im Wartezimmer, an denen wir es kaum erwarten konnten, endlich die Peinlichkeiten der letzten Nacht beichten zu dürfen. Pille vercheckt, Kondom gerissen – wir Frauen sind mit so etwas banalem wie Verhütung schnell mal überfordert. Ganz zu Recht erklärten die Experten uns dummen Dingern, dass wir wohl einmal furchtbare Mütter abgeben würden. Dankbar leckten wir die Schuhsohlen unserer Retter im weißen Gewand und sie stempelten uns das heilige Rezept. Vergib uns Vater, denn wir haben gesündigt.

Lecker, Süßis!

Umso verständlicher ist es, dass Gesundheitsexperten wie der kluge Jens Spahn sich jetzt bei steigenden Abtreibungszahlen um den weiblichen Uterus sorgen. Smarties sind nun mal rot, gelb oder blau, wie er schon vor Jahren genau festgestellt hat – nicht weiß. Warum halten Frauen die Pillen immer noch für Schokokonfekt? Haben die keine Männer zu Hause, die ihnen ihre Ignoranz austreiben?!

Zum Glück gibt es so viele aussagekräftige Statistiken zu dem Thema, die genau belegen, dass die Rezeptfreiheit der >Pille danach< in Zusammenhang mit der Zunahme der Abtreibungen steht. Und Gott sei Dank passt auch der Berufsverband der Frauenärzte auf. Die tippen nämlich zudem auf die Mitschuld böser Verhütungs-Apps, die ihnen die Kunden wegstibitzen.

Tja, wenn in ein paar Jahren unsere von Pillen und Abtreibungen eingetrockneten Geschlechtsteile uns nur noch traurige Kinderlosigkeit im Children-Of-Men-Style bescheren, sagt bitte ja keiner man hätte uns nicht gewarnt. Jens Spahn war nämlich da, hätte uns vor der Apokalypse bewahrt und rechtzeitig wieder zu den Gebärmaschinen gemacht, die wir gefälligst zu sein haben! Wieviele Jahre Mansplaining werden wohl nötig sein, um den Schaden zu beheben? Doch die Schande auf unseren Häuptern und die aufgeladene Erbsünde wird auch Exorzist Jensi nicht austreiben können.

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Außer Jens Spahn gab es in der letzten Woche folgende Themen…

Das letzte Herz ging an den charismatischen Silvio.

Patrick war im B-Movie in Hamburg und hat sich japanische Trashfilme angeguckt.

Unsere Autorin Vanessa hat die neue Show von Klaas (»Late Night Berlin«) besprochen.

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