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ZurQuelle Magazin

Das gesellschaftskritische Popmagazin

Ach, in was für einem wunderbaren Schlaraffenland wir doch leben. Die Supermärkte sind bis zum Rand gefüllt. Kein Wunsch bleibt unerfüllt. Tag ein, Tag aus können wir vollgepackt mit tollen Sachen, die das Leben schöner machen, nach Hause stiefeln. Wie gut, dass auf dieser wunderbaren, unerschöpflichen Erde niemand hungern muss und wir unser Essen bedenkenlos in die Tonne kloppen können.

Weil unsere Erde so unerschöpflich ist, gibt es zur Feier den »Tag der Lebensmittelverschwendung«. Dieser fiel dieses Jahr auf den 2. Mai und markiert den Tag, ab dem unser Essen nicht mehr auf dem Müll, sondern auf unserem Teller landet.

Die Hälfte der Lebensmittel wird bereits in der Produktion aussortiert. Eine Banane, die nicht krumm ist oder eine Gurke, die sich für eine Banane hält, geht natürlich gar nicht. Bei einem solchen Anblick wären wir schlichtweg überfordert und würden panisch schreiend den Supermarkt verlassen. Ach ja, die guten alten Jagdinstinkte.

Auch in der Fleischindustrie sieht es nicht besser aus, allein in der Schweinzucht landen jedes Jahr 13 Millionen Schweine auf dem Müll, weil sie frühzeitig sterben oder krank sind. Oder wie es hier liebevoll heißt: in Tierkörperbeseitigungsanlagen.

Doch auch die Lebensmittel, die es trotz aller Hürden in den Supermarkt geschafft haben, sind noch nicht gerettet. Das Mindesthaltbarkeitsdatum stellt sich über die Vernunft und wir taumeln durch unsere geliebten Konsumtempel, bemüht zwischen einlullernder Musik, aufdringlichen Sonderangeboten und heimtückischen Regalanordnungen, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Experten empfehlen das Schreiben von  Einkaufszetteln. Zurzeit sind Listen  ja eh der letzte Schrei. Vielleicht sollten wir uns auch noch Marie Kondos Weisheiten zu Herzen nehmen und uns künftig auch im Supermarkt fragen: »Does it spark joy?«

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