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ZurQuelle Magazin

Das gesellschaftskritische Popmagazin

Sich informieren, Argumente gewichten, eine Meinung vertreten: Das ist anstrengend. Und was, wenn jemand die Meinung doof findet? Der EU-Kapuzenpulli hilft aus dem Dilemma.

Mal ehrlich: Wer hat Zeit und Lust sich mit Politik auseinanderzusetzen? Klimawandel, Kriege, Wohnungsnot und Freihandel. Da blickt niemand durch. Aber wer das zugibt, antwortet auch „Charts“ auf die Frage nach dem Musikgeschmack.

Wer interessant ist, hat eine pflegeleichte Meinung und macht das modisch klar. Hier ein paar Punkte, auf die ihr achten solltet:

Das Pali-Tuch ist zum Beispiel ein No-Go. Es ist zwar vielseitig kombinierbar und preiswert, kann aber zu anstrengenden Diskussionen führen.

Che Guevara sieht ganz hübsch aus und schützt in Mützenform vorm Sonnenstich. Nachteil: Drohende Grundsatzdiskussionen. Außerdem sitzt schon der diskussionswütige Kevin Kühnert in der Sozialismusecke. Eine Alternative bieten „I’m a feminist“-Aufdrucke. Die gibt es sogar mit Glitzer. Beyonce hat’s vorgemacht und Beyonce finden wirklich alle gut. Leider ist das aber so 2016.

Das politische Modestatement der Saison ist der EU-Kapuzenpulli. Wer ihn trägt ist irgendwie dafür, aber nicht zu sehr und sieht auf Selfies wunderbar aus. Jetzt nur noch aufpassen, dass dich niemand auf die Verfärbungen und Verformungen vom Waschen anspricht. Wobei: So genau schaut dann auch niemand hin. Wer sich also ein gemütliches Modell anschafft, hat es in jeder Hinsicht bequem.

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