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ZurQuelle Magazin

Das gesellschaftskritische Popmagazin

THIS RHYTHMATIC EXPLOSION
IS WHAT YOUR FRAME OF MIND HAS CHOSEN,
WE’LL LEAVE YOUR BRAIN STIMULATED,
AND Y’ALL ARE FROZEN

THEMA: FAKE

Ihr habt es selbst gewählt. Ihr habt beschlossen, uns zu lesen.

Ihr habt Nas‘ Zitat gesehen und euch gefragt »Wer ist gefroren?«. Ihr seid es, ihr seid gefroren. Vor Ehrfurcht erstarrt ob der Schönheit, die euch aus diesen Zeilen ins Gesicht flattert.

Aber keine Angst, ihr süßen Babykugelfische, wir haben nur Gutes mit euch vor. Unsere Ausgabe #13 trägt das Titelthema »Fake«. Sie bringt kein Unglück. Wenn, dann hätten wir das erwähnt und euch nicht in dem Glauben gelassen, ihr bräuchtet keine Angst zu haben. Es sei denn, unser Versprechen wäre ein Fake gewesen. War es aber nicht, beruhigt euch!

Für die #13 haben wir uns mächtig ins Zeug gelegt. Zuerst dachten wir: »Fake? Wird voll flach.« Wurde es aber nicht. Fake ist nämlich überall – wissen nur nicht alle.

Kennt ihr zum Beispiel Dokumentationen? Meint ihr, die transportierten die Wahrheit? Wie ein Goldesel, vollbeladen mit Gold, beziehungsweise wie ein Wahrheitsesel, der beladen ist mit der reinen, der puren und unanfechtbaren Wahrheit? Wenn, dann liegt ihr falsch. Den Goldesel hat es nie gegeben. Deshalb könnt ihr genauso gut auch Mockumentaries gucken.

Ihr sucht die Liebe im Internet? Viel Erfolg. Ein kleiner Spoiler: Masturbieren ist günstiger.

Was ganz und gar kein Fake ist, ist der Ruhm, den junge Youtuber anhäufen. Im Netz heißt Ruhm »Reichweite« und kann fast 1:1 in Geld transferiert werden. Haben wir auch erst bei der Recherche erfahren – Thema verfehlt, kann man sagen.

Ein anderes Netzphänomen: Filterbubbles. Du vegetierst da in deiner linksgrünversifften Dreckswelt vor dich hin und denkst, alle würden so denken wie du. Aber oho! Das Volk ist nicht da, wo du bist, das Volk hat seine eigene Internetwelt, in der fröhlich gehasst wird, bis sich die Flüchtlingsheimbalken biegen – vor Hitze.

Dann kommen noch die Identitäten, die sich Hochstapler:innen aneignen, ohne zu merken, dass es nicht die eigenen sind – sind das dann noch Hochstapler:innen?

Zuletzt: Das generische Femininum ist von uns gegangen. Wir gendern jetzt mit :. Gute Idee, kommt aus Marburg. Haben wir uns gegönnt. Verzeiht es uns.

Ihr merkt jedenfalls: Steckt viel drin, in der #13. Darauf ein ZurQuelle-Abo, oder?