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ZurQuelle Magazin

von und für Zaubernde

Wir verköstigen was bei anderen im Abfall landet und zelebrieren Trash in allen Formen und Farben. Heute:  Der Teufel von Rudow. Ein psychopathischer Mörder wütet im Vorhof zur Hölle – Rudow.

Worum geht’s

Rudow ist am Arsch der Welt und meist ist nicht viel los. Nun treibt aber ein Killer hier sein Unwesen. Ein junges Paar, Cora und Torsten, versucht es sich gutgehen zu lassen: Eis essen, Fastfood und schimpfen auf die Uni.

Dann beobachten sie einen wunderlichen alten Mann, der Hamburger über einen Gartenzaun schmeißt. Genau, der Teufel von Rudow, Kidnapper, Mörder und größter Unruhestifter im sonst so tristen Rudow. Oder etwa doch nicht?

Der Teufel von Rudow (Cover)

Anwärter für den Olymp des Trash?

Hohe Schauspielkunst, beste Kameratechnik und Rudow. Dieser Film hat alles, was ein anständiger Trashfilm braucht. Gedreht wurde unter anderem im Elternhaus des Regisseurs. Die Armen wohnen oder wohnten nämlich in Rudow. Hier ist der Horror fast zu nah an der Realität.

Torsten wird gespielt von Norman Matt. Dessen Stimme dürfte bekannt klingen: Er war beziehungsweise ist Synchronsprecher für Paul Rudd („Jungfrau (40), männlich, sucht…”), Mark Ruffalo („30 über Nacht”), Jonathan Rhys Meyers („Die Tudors”), Cillian Murphy („Inception”) und Michael Fassbender (seit 2009). Sein Gesicht hingegen hat man noch nie gesehen.

Hier könnt ihr lesen, wieviel Aufwand und Herzblut in einem Independentfilm wie „Der Teufel von Rudow” steckt.

Der Teufel von Rudow - Screenshot

Welchen Satz würde Tarantino zitieren?

Torsten und Cora werten ihrer Videoaufnahmen aus, die sie heimlich und hektisch nachts mit Nightvision im Blair-Witch-Stil gedreht haben. Sie trieben sich auf dem Grundstück des verdächtigen alten Sonderlings herum. Auf dem Video entdecken sie nach einigem rumspulen eine wunderliche Gestalt. Auf der Hollywood-Schaukel (von den Eltern des Regisseurs) unterhalten sie sich beim Bier und werten die Indizien aus. Sie vermuten eine Geiselnahme. Caro stellt fest, dass Rudow der perfekte Ort für ein solches Verbrechen sein muss:

„Ja wo denn sonst? Rudow ist der Ideale Ort dafür. Ein kleines Paradies, niemand würde hier ein Verbrechen vermuten. (…) Also wenn ich jemanden entführen würde, dann in Rudow.”

Der Film wurde in Rudow gedreht.

Posted by Rudower Heimatverein e.V. on Mittwoch, 5. November 2014

Politisch fragwürdigste Szene

Siehe oben: Caro bezeichnet Berlin-Rudow als „kleines Paradies”. Objektiv falsch und eine psychotische Realitätsverleugnung.

Skandal! Noch mehr Lügen über Rudow hier!

Ist das Trash oder kann das Weg!?

„Der Teufel von Rudow” ist ein großartiger Mysterie-Horror-Thriller. Die Atmosphäre am Drehort – Rudow – alleine ist ein purer Schocker. So viel Einsamkeit, Leere und Traurigkeit, die dieser Ort transportiert. Rudow, dieses kleine deprimierende Kaff. Die Vorstadt gewordene Depression. Bei rudow.de bezeichnet man Berlin-Rudow als „aufstrebenden Ortsteil”. Man möchte dem kleinen Rudow sanft auf die Schulter klopfen. Ja, das wird schon. Zumindest gibt es doch diesen Film, den sie bei dir gedreht haben. Wie hieß der noch gleich? Ach ja, „Der Teufel von Rudow”!

Die letzte Folge von „Taste the Waste“ könnt ihr hier nachlesen!

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