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ZurQuelle Magazin

von und für Zaubernde

Es geht wieder los, Gewinne, Gewinne, Gewinne. Zum zweiten Mal loben wir den wohl am heißesten ersehnten Award aus, den die akademische Landschaft des deutschsprachigen Raums je gesehen hat. Der Vierkommanull-Award.

Die schlechteste wissenschaftliche Arbeit gewinnt dabei bis zu 500 Euro. Wir bewerten nach Kriterien wie Dummheit, Humor und Dreistigkeit. Extra-Punkte gibt es für biografische Schwächen und wenn ihr Texte des ZurQuelle Magazins zitiert habt.

Warum vergeben wir den Vierkommanull-Award?

Studieren ist scheiße. Das klingt hart, aber ist doch leider sehr wahr. Denn das, was früher einmal studieren bedeutete, das erleben die meisten Studierenden heute anders. Unsere Eltern genossen noch den Segen einer großzügigen SPD-Regierungskoalition. Sie durften sich in Unmengen BAföG suhlen. Wir aber müssen sparen. Wenn wir überhaupt BAföG bekommen.

Hinzu kommen Praktika, Nebenjobs und ehrenamtliche Engagements. Wessen Lebenslauf da nicht mithalten kann, nun ja: Dessen Eltern werden schon bald den Zeigefinger erheben und so tun, als wüssten sie es besser, wo sie doch wissen müssten, dass ihre Biografie ihnen das Besserwissen verbieten sollte.

Warum solltest du am Vierkommanull-Award teilnehmen?

  • Es ist warm draußen. Warum solltest du in die Bibliothek gehen? Statt deine wunderbaren Semesterferien mit Uni-Kram zu verschwenden: Mach dir einen Spaß draus.
  • Die Häscher der Hasselhoff-Bande sind hinter dir her. Mit 500 Euro kannst du dich frei kaufen. Jetzt kommt es drauf an: Alles oder nichts.
  • Du hast vor zwei Jahren eine Hausarbeit geschrieben, die deine Dozentin dir statt mit einer Note mit einem „Lol“ zurückgegeben hat. „Lol“ bedeutete durchgefallen.
  • Du sitzt gerade an einer Hausarbeit, weißt aber nicht, wie du den Forschungsstand darlegen sollst, weil deine Quellen ausschließlich obskure Influencer von YouTube sind.
  • Du studierst an einer Privathochschule, zahlst monatlich einen halben Taubi und meinst, dass du nach sechs Semestern easy in die Arbeitswelt einkehren kannst. Dann aber merkst du: Mein Studium war lachhaft, meine Arbeiten unter aller Sau und die Betreuung durch deine Dozenten dreist inexistent. Mach das doch öffentlich und zeig der Welt, womit man dich hat durchkommen lassen.
  • Du hast heute schon zu viele süße Hundebabies gestreichelt, als dass du bis Mitte Oktober auch nur einen wissenschaftlichen Satz zustande bringen könntest.

Die schlechteste Hausarbeit als Korrektiv

Der Vierkommanull-Award (in Worten: 4,0-Award) soll das Gegengewicht zu euren Eltern und den überzogenen Erwartungen der Gesellschaft sein. Er soll zeigen: Schaut her, Leute. Es gibt noch Studierende, die die Selbstoptimierung nicht über das Seelenheil stellen. Es gibt noch junge Menschen, die selbstbestimmt lernen wollen. Die keine Lust haben, sich den akademischen Strukturen zu beugen und jede Deadline einhalten, um in Regelstudienzeit fertig zu werden.

Es gibt noch Studierende, die am Studieren feiern, was daran großartig ist. Die viele freie Zeit, die Unabhängigkeit, die Jugend, den Wissensdurst nach Dingen, die man in keinem Lehrplan findet.  

Der 4,0-Award zeigt schlechter Bildung den Mittelfinger.

Außerdem sind manche Hochschulen auch einfach selbst ziemlich scheiße. Nicht wenige private Hochschulen verlangen horrende Gebühren und versprechen den sicheren Abschluss durch umfassende Betreuung. Dann aber schleusen sie ihre Studierenden nur blind durch drei Jahre Bachelor und zwei Jahre Master Studium. Die Qualität der Arbeiten ist dementsprechend mittel. Und die Ausbildung, mit der man ausgespuckt wird, ebenso. Das muss halt einfach nicht sein.

Außerdem, seien wir ehrlich: Du willst das Cash. Wir wollen das Cash auch. Aber du kannst es dir verdienen, Baby.

Wer die Chance auf bis zu 500 Euro haben möchte, sende also seine schlechteste wissenschaftliche Arbeit ein. Die Teilnahmebedingungen findet ihr weiter unten.

E-Mail-Adresse: vierkommanull@zqzaubert.de

Mit den Juroren:

Die Profis

Tom Kraftwerk (Influencer, Autor), Uke Bosse (Schauspieler, Comuterspiele-Man), Lea Joy Friedel (Vorsitzende Die PARTEI Berlin), Ali Can (Schreiber und lustig), Mirrelativegal (YouTuberin), Lukas Diestel (Podcaster und Worst of Chefkoch-Hälfte)

Die Studis

Leona Sedlaczek (Der Albrecht, Kiel), Patrick Scheuermann (Philipp, Marburg), Carla Reemtsma (Semesterspiegel, Münster), Tonja Dingerdissen (UNIKAT, München), Nele Bianga (Ruprecht, Heidelberg)

Das ZurQuelle Team

Felix Bardorf, Anne Gräfe, Robert Hofmann, Patrick Müller, Yana Duckwitz, Leonie Schöler

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Teilnahmebedingungen

4,0-Award für außerordentliches akademisches Scheitern

1. Veranstalter

Veranstalter des 4,0-Award für außerordentliches akademisches Scheitern ist der

ZurQuelle e.V.

c/o Bardorf

Turmstraße 74

10551 Berlin

2. Teilnahmeberechtigung

Teilnahmeberechtigt sind Personen, die zum Zeitpunkt ihrer Teilnahme das 18. Lebensjahr vollendet haben.
Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des ZurQuelle e.V. sowie deren Angehörige und an der Konzeption und Umsetzung des 4,0-Award für außerordentliches akademisches Scheitern beteiligte Personen sind von der Teilnahme ausgeschlossen.
Ein Teilnehmer nimmt am 4,0-Award für außerordentliches akademisches Scheitern teil, indem er seine Hausarbeit/Abschlussarbeit unter Nennung der Hochschule, des verantwortlichen Dozenten, des Seminars, indem die Arbeit entstanden ist, und den dazugehörigen Studiengang an vierkommanull@zqzaubert.de schickt. Die Teilnahme hat innerhalb der im 4,0-Award für außerordentliches akademisches Scheitern genannten Frist zu erfolgen. Der Teilnehmer ist für die Richtigkeit insbesondere seiner E-Mail- und/ oder Kontaktdaten selbst verantwortlich. Zur Überprüfung der Fristwahrung dient der elektronisch protokollierte Eingang.

3. Weitere Teilnahmevoraussetzungen und Anforderungen an die Abschluss- und Hausarbeiten

Die Teilnahme an dem 4,0-Award für außerordentliches akademisches Scheitern ist kostenlos.
Die teilnehmende Person darf nur ein Mal an dem 4,0-Award für außerordentliches akademisches Scheitern 2018 teilnehmen.
Zugelassen sind pro teilnehmender Person maximal 1 Abgabe.
Es sind nur Arbeiten zugelassen, deren Inhalt die teilnehmende Person selbst angefertigt hat.
Die Teilnehmer müssen die Teilnahmebedingungen gelesen und akzeptiert haben.

4. Urheberrecht, Recht am eigenen Bild, Persönlichkeitsrecht

Die teilnehmende Person versichert, dass er nur selbst und ohne Mitwirkung Dritter produzierte Arbeiten einreicht, dass er an diesen Arbeiten keinerlei Nutzungsrechte eingeräumt hat und dass die Arbeiten nicht bereits veröffentlicht sind oder bei anderen Wettbewerben eingereicht wurden.
Die teilnehmende Person versichert ferner, dass eingereichte Arbeiten keine Persönlichkeitsrechte, Rechte am eigenen Bild oder sonstige Rechte Dritter verletzen.
Falls auf in den Arbeiten im Text oder auf einem Foto eine oder mehrere Personen klar erkennbar abgebildet sind, dürfen die Arbeiten nur eingereicht werden, wenn diese Personen mit der Erstellung der Arbeit, dessen Einreichung bei dem 4,0-Award für außerordentliches akademisches Scheitern und der Veröffentlichung der Arbeit schriftlich ihr Einverständnis erklärt haben. Der Veranstalter kann jederzeit die Vorlage einer schriftlichen Einverständniserklärung verlangen.
Sollten dennoch Dritte Ansprüche wegen Verletzung Urheber- oder Leistungsschutzrechten an den Arbeiten, Fotos oder wegen Verletzung von Persönlichkeitsrechten, Rechten am eigenen Bild oder sonstigen Rechten geltend machen, so stellt der Teilnehmer den Veranstalter und andere nach diesen Teilnahmebedingungen nutzungsberechtigte Dritte von allen Ansprüchen frei.
Jeder Teilnehmer räumt dem Veranstalter das nicht-ausschließliche (einfache) Recht ein, die eingereichten Arbeiten mit Namensnennung des Teilnehmers im Rahmen des 4,0-Award für außerordentliches akademisches Scheitern zu nutzen. Dies schließt die Veröffentlichung der Arbeiten im Zusammenhang mit der Preisverleihung und ggf. Ausstellungen sowie die Berichterstattung hierüber in Print- und Online-Medien ein, ferner die zeitlich nicht befristete Nutzung durch den Veranstalter auf seiner Website und ggf. in seinen sonstigen Print- und Online-Publikationen. Der Veranstalter darf Medienunternehmen für die Berichterstattung Nutzungsrechte übertragen oder unterlizenzieren.
Die Einräumung der Nutzungsrechte durch den Teilnehmer erfolgt unentgeltlich, unbefristet und unwiderruflich.

5. Datenschutz

Der Veranstalter wird von den Teilnehmern angegebenen Vor- und Nachnamen ggf. im Zusammenhang mit einer Veröffentlichung der Bilder im Rahmen des 4,0-Award für außerordentliches akademisches Scheitern (wie beispielsweise bei der Berichterstattung, Ausstellungen, Preisverleihung) nutzen und ggf. an beteiligte Dritte weitergegeben. Der Teilnehmer erklärt sich ausdrücklich hiermit einverstanden.
Die teilnehmenden Personen verpflichten sich, Vorname, Name und E-Mail-Adresse vollständig anzugeben. Der Veranstalter verpflichtet sich, diese Daten nur für die Zwecke des 4,0-Award für außerordentliches akademisches Scheitern zu verwenden.

6. Dauer des Wettbewerbs

Der 4,0-Award für außerordentliches akademisches Scheitern beginnt am 02.August 2018.
Einsendeschluss ist der 15. Oktober 2018. Alle Einreichungen, die nach dem Einsendeschluss eingereicht werden, können nicht mehr berücksichtigt werden.

7. Gewinnermittlung und -benachrichtigung

Die Gewinner werden unter allen teilnahmeberechtigten Teilnehmern des 4,0-Award für außerordentliches akademisches Scheitern, die innerhalb der genannten Dauer des Wettbewerbs ihre Teilnahme erklärt und ihre Arbeiten eingereicht, ermittelt.
Nach Ablauf der Einsendefrist werden alle eingereichten Arbeiten durch eine fachkundige Jury gesichtet und die drei besten Arbeiten (Plätze 1, 2 und 3) bestimmt.
Die Benachrichtigung der Gewinner erfolgt an die angegebene E-Mail-Adresse des Teilnehmers, welcher die Arbeit eingesandt hat. Die übrigen teilnehmenden Personen werden nicht benachrichtigt.

8. Gewinn

Der Erstplatzierte erhält 500 Euro, der Zweitplatzierte 200€ und der Drittplatzierte 100€ und eine Kiste Bier, die von den Veranstalter ausgewählt wird.

9. Ausschluss von der Teilnahme

Ein Verstoß gegen die Teilnahmebedingungen berechtigt den Veranstalter, den jeweiligen Teilnehmer von der Teilnahme auszuschließen. Dies gilt insbesondere, wenn der Teilnehmer falsche Angaben macht, von Dritten erstellte oder gegen geltendes Recht oder Rechte Dritter verstoßende Arbeiten einreicht. Handelt es sich bei dem ausgeschlossenen Teilnehmer um einen bereits festgestellten Gewinner, kann der Gewinn nachträglich aberkannt werden; ein bereits ausgezahlter Gewinn ist in diesem Fall unverzüglich zu erstatten.

10. Rechtsweg

Die Auswahlentscheidung kann nicht rechtlich angefochten werden. Im Übrigen gilt deutsches Recht.