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ZurQuelle Magazin

von und für Zaubernde

Selbst wenn man pro Woche immerhin ein Buch läse, 60 Jahre lang, würde man im Laufe seines Lebens nur rund 3.100 Bücher lesen. Mit diesem Lesetempo hätte man am Ende gerade mal armselige 0,002 % aller geschätzt 130 Millionen Bücher (Quelle: Internet) auf der Welt bewältigt. Täglich kommen mehr hinzu. Bis Bücherverbrennungen wieder in Mode kommen, heißt es da, bedacht auszuwählen.

ZurQuelle-Lektüre macht klüger und löst die Angst, was zu verpassen. In der BÜCHERSCHAU präsentieren wir zehn Bücher, die niemand je zu lesen braucht. Diesen aus toten Bäumen gefertigten Schund könnt ihr ohne schlechtes Gewissen ungelesen in die Altpapiercontainer im Hof geben. Zehnmal ein lästiges Druckwerk in den Müll, zehn Bücher weniger, mehr Zeit für die Fix-und-Foxi-Gesamtausgabe. Zum Dank für die so zusätzlich gewonnene Lebenszeit nehmen wir gern Geldzuwendungen entgegen, Kontonummer auf Anfrage.

1. »Die Leiden des jungen Werthers« von J. W. Goethe
Lovestory ohne GV (Geschlechtsverkehr). Ich-Erzähler fährt voll auf so eine Alte ab und macht deswegen, was alle verliebten Waschlappen mit Erektionsstörungen machen: Briefe schreiben.

2. »Homo Faber« von Max Frisch
Erbärmliches Dreckschwein macht mit eigener Tochter rum (GV, immerhin). Hat man schon unterhaltsamer bei »Verbotene Liebe« gesehen.

3. »Der Steppenwolf« von Hermann Hesse
Ein Selbstmörder, der sich nicht umbringt. Selbstmörder, ohne dass es weh tut. Den Kuchen haben und ihn auch essen.

4. »Der Fänger im Roggen« von J.D. Salinger
»Angst angst angst swear curse swear crazy crazy angst swear curse, society sucks, all phonies and I’m a stupid jerk. The End«

5. »Bekenntnisse des Hochstapler Felix Krull« von Thomas Mann
Narzisstischer Porno eines verklemmten Homosexuellen, der mit Glacéhandschuhen in ein silbernes Sahnekännchen onaniert. Zum Glück nur Fragment geblieben.

6. Alles von Peter Handke
Handke schreibt über die Farbe des Grindes unter seinen Fingernägeln. Für Sprachästheten und Deutschlehrer.

7. »Sein und Zeit« von Martin Heidegger
In der Wortspielhölle gefangenes Flittergold des Geistes und kitschige Wischiwaschi-Weisheiten. Als Tief- verkleideter Unsinn eines strohköpfigen Schwarzwaldspießers.

8. »Effi Briest« von Theodor Fontane
Unglücklich verheiratetes Deichluder macht in der Bumskutsche mit so einem supersexy Playboy rum, dem Ende von ihrem Ehemann dafür kräftig der Arsch aufgerissen wird. Gähn.

9. »Holzfällen« von Thomas Bernhard
Blabla … Ohrensessel … blabla … Suada … und dann warten sie mit dem Essen, bis nach Mitternacht dieser Burgschauspieler kommt – Essen nach Mitternacht ist doch voll ungesund! Schauspieler sind aber schon oft unhöfliche Typen!

10. »Die Blechtrommel« von Günter Grass
Kaum schlägt man dieses Feel-Good-Buch auf, fällt einem auch schon der Mitgliedsausweis der Waffen-SS als Lesezeichen in den Schoß. Unerfreulich.

Und weil ihr jetzt viel Zeit habt, um wichtige Dinge zu lesen:

Eine verdiente Abreibung für Slackline-Arschlöcher.

Eine Ode an die Hochkultur verkörpert durch den Eurovision Songcontest.

Die Review des Films »In den Gängen« der letzten Sneak.

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