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ZurQuelle Magazin

von und für Zaubernde

Breitbart News mutiert zu einem One-Hit-Wonder. Das steht zumindest nach Bannos Rückzug aus dem Weißen Haus zu befürchten. Bevor es also zu spät ist, hier die zehn albernsten Headlines von Breitbart News.

Der Postillon verliert einen starken Konkurrenten, das kollektive Gedächtnis wird ein wenig sauberer. Mit Steve Bannons Rücktritt von seinem Posten als politischer Berater Donald Trumps sind die Tage seines Online-Portals gezählt.

Bevor uns Sonja Zietlows altersmüde Redaktion zuvorkommt, präsentieren wir deshalb:

Die 10 absurdesten Schlagzeilen von Breitbart-News. Keine Sorge, ohne C-Promi-Kommentare.

Auf der Startseite lauert dieses Banner auf müde, rassistische Mittelfinger. Sport ist Mord.

#dasdarfnichtwarsein
Orange steht niemandem, dass weiß man allerspätestens seit Trump. #dasdarfnichtWARsein

10. Sorry girls, but the Smartest People in the World are all Men

Eignet sich sehr gut als Tinder-Beschreibung. Der Autor bewertet den IQ der gesamten Menschheit anhand von nur einer Statistik. Dünne Faktenlage, deshalb schiebt er „Mutter Natur“ die Schuld in die Schuhe. Sorry Girls!

9. Ben Carson is right: Yes, Jews should have had Guns in the Holocaust

Konträr zum medialen Aufschrei, ausgelöst von absurden Aussagen des Republikaners Ben Carson, pflichtet Breitbart News der Waffenlobby bei. „Hätten die Juden Schusswaffen benutzt, wäre der Holocaust SO nicht passiert.“ Lieber Autor, hast du Lust, das mal ein paar Überlebenden ins Gesicht zu sagen?

8. Hillary Backer Kesha: I see Spaceships

Systematisches Mobbing von Hillary Clinton Supportern aufgrund ihrer popkulturell gefärbten Aussagen: „Kesha ist kacke, weil sie an Aliens glaubt. Mimimi.“ Was das jetzt mit Sängerin Keshas neuem Album zu tun hat, ist unklar. Falls sie sich nun gemobbt fühlt:

7. The Solution to Online „Harassement“ is simple: Women should Log off

Bevor es zum wesentlichen Teil kommt, ein herzliches Dankeschön an den Autor dieses Artikels, MILO, dafür dass er/sie/es/x einen genderneutralen Namen gewählt hat. Nach dem Motto „Das muss einfach mal gesagt werden.“ tituliert er/sie/es/x Frauen als quengelige Pissnelken. Ein falscher Emoji und schon ist sie weg!

6. Political Correctness Makes Race and Genetics Taboo in the West, Which is Why China is Winning

Ob du reich oder arm bist, hängt davon ab, mit wem deine Mutter Sex hatte. Weil sie eine sozial engagierte Schnecke ist, darf sie dir das nicht einfach so sagen. Deshalb denkst du, dass Papa nicht zahlt, weil er Alkoholiker und arbeitslos ist. Eigentlich aber ist er einfach nur kein Chinese. Denn die haben das Geld im Blut. Alles reine Wissenschaft.

5. Ginger Jihadis: Why Redheads are Attracted to Radical Islam

Noch ein Grund mehr, deinen rothaarigen Kommilitonen aus der Lerngruppe auszuschließen. Wo bleibt der mediale Aufschrei? Wir fordern sofortigen Import-Stopp aus Irland.

4. RIP Joan Rivers: No One Will Ever Call Michelle Obama a ‚Tranny‘ Again

Checkliste für den Instant-Ikonenstatus auf Breitbart News:

  1. Diskriminiere Einzelpersonen und ganze Communities in nur einem Satz.
  2. Fühle dich pudelwohl in deiner gestrafften Haut. Hass vitalisiert. Deshalb bist du ja auch so operiert.

3. Where Christ Drove Demons into Sea: Archaeological Evidence Uncovered

Irgendwann einmal hat Jesus ein paar Dämonen zu einer Horde Schweine verbannt. So steht es jedenfalls in diesem einen, trockenen Bestseller. Und auf einem Stein. Der wurde ausgebuddelt, weil das aber ziemlich öde klingt, packt Breitbart die christliche Keule raus. Archäologie, Amen!

 

2. Would You Rather Your Child had Feminism, or Cancer?

Streng genommen handelt es sich hierbei um ein Video-Interview. Autor/in* ist wieder einmal MILO, selbsternannte/r/s „radical anti-feminist“. Durchgeführt wurde das Interview allerdings von anti-feministischen Jünglingen. Sie wirken nervös, es war wohl ihr erster Real-Life-Kontakt mit einer Frau.

1. Sämtliche andere Schlagzeilen von Breitbart News.

Damit generalisieren wir ebenso wie das Netzwerk. Die Sache ist halt: Breitbart News drückt sich zwar einen journalistisch seriösen Stempel auf. Die Autoren wollen aber gar nicht objektiv berichten, das betonen Autoren und Chefredakteur Bannon immer wieder. Es ist schwierig, im Internet Geld mit Journalismus zu verdienen. Man muss der Bequemlichkeit der Leser in die Hände spielen. Bunte Bilder, einfacher Wortschatz, knackige, wenn auch polemische Weltbilder.

Faulsein ist geil. Deshalb gönn dir die volle Dröhnung ZurQuelle Magazin. Bequem und schlau. Geht nicht? Geht doch! Worauf wartest du noch? Hier bestellen und  GRATIS keinen Steve-Bannon-Fidget-Spinner dazubekommen, weil der hässlich ist.

By Gage Skidmore from Peoria, AZ, United States of America – Steve Bannon, CC BY-SA 2.0,