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Das gesellschaftskritische Popmagazin

Wer Namensgeber eines Cocktail, eines DJ’s und eines Freibads ist, muss ziemlich geil sein. Aber wie wurde Bud Spencer ein so geiler Typ? Die Story beginnt ohne Pseudonym und in Rom: Dort nimmt Carlo Pedersoli 1946 ein Chemiestudium auf. Doch es dauert nicht lange und er bricht ab; er zieht mit seiner Familie nach Brasilien. Carlo hat nach seiner Rückkehr neue Pläne: Er braucht mehr Zeit für das Schwimmen. Unerklärlich, wieso er zur gleichen Zeit das am wenigsten zeitaufwendige Studium beginnt: die Rechtswissenschaft. Doch ein Bud Spencer tut, was ein Bud Spencer tun muss. Auch, wenn es keinen Sinn macht.

Viel Zeit bleibt ihm für die Juristerei nicht – denn wer als erster Italiener die 100 Meter Freistil in unter einer Minute absolvieren will, der verlässt das nasse Becken eher selten. Sieben Meistertitel holt sich der werte Herr noch, ehe er dem Schwimmsport den Rücken kehrt.

Und wieder sorgt er für Rätselraten: Er bricht sein Jurastudium ab und geht … nach Venezuela. Vielleicht, um nicht dem Ruhm anheim zu fallen?

Wieder in Italien lernt er er zufällig Mario Girotti bei einem Filmdreh kennen, der später als Terence Hill an seiner Seite deftige Ohrfeigen austeilen wird. Das lässt Pedersoli erstmals über eine Filmkarriere nachdenken. Doch zuvor ein letzter Umweg: Er heiratet, gründet eine Familie und komponiert nebenbei neapolitanische Schlager – Facettenreichtum, hier ist dein Meister!

Schließlich der Moment, der alles ändern sollte und Ordnung in den uns bekannten Lebenslauf bringt: Ein Filmangebot mit der Bitte um ein Pseudonym, das dank Spencer Tracy und Budweiser schnell gefunden ist: Bud Spencer ward geboren und mit ihm die Filmfigur, der wir so gern beim Lauschlappenziehen zuschauen.