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von und für Zaubernde

Lady Gaga brauchte für das, was das Leben mit ihr vorhatte, keinen Studienabschluss. Nun wirklich nicht.

Stefani Joanne Angelina Germanotta, besser bekannt als Lady Gaga, war ein braves Kind. Sie besuchte eine katholische Mädchen­schule, wuchs in einer nicht wohlhabenden Familie auf und entdeckte ihre musikalische Begabung schon in frühen Jahren. So weit hätte es jede:r passieren können.

Heute kennt man sie als schrillen Vogel, der kein Outfit zweimal trägt und Hits wie »Poker Face« ins musikalische Reper­toire einer jeden spätpubertären Literaturstudent:in gebrannt hat – ob gewollt oder ungewollt. Doch diesen Status musste sich Frau Germanotta erst erarbeiten, nämlich über den mühseligen Versuch eines bodenständigen und gutbürgerlichen Musikstu­diums.

Auf Eltern scheißen und das Lernen lassen

Themenschwerpunkte wie Kunst, Soziales und Politik sollten zwar helfen, ihr Songwriting auf eine neue Ebene zu beför­dern. Doch letztlich musste auch sie be­greifen, dass der Weg zum erfolgreichen Musiker:innendasein nur funktioniert, in­dem man auf seine Eltern scheißt und sich mit Strippen über Wasser hält. Also zog sie aus, um sich auszuziehen und lernte, dass Koks am Morgen noch besser ist als Kaffee. Im Alter von 19 Jahren unterzeichnete sie dann ihren ersten Vertrag. Das wiederum passiert nicht jede:r.

Trotz aller Eskapaden hat sie ja doch Ta­lent, die Steffi. Sehr großes Talent sogar, und Gerüchten zufolge einen sehr kleinen Penis. Wer sich bei ihren vier Alben, 50 Fri­suren und 1000 Outfits immer noch der 10-Pixel-Aufnahme des ominösen Schniepels zwischen ihren Beinen widmen will, kann das natürlich tun. Wirklich Sinn macht das aber nicht. Viel interessanter ist doch, was uns die Gaga übers Studieren lehrt: nämlich nichts. Dafür hat sie die Welt bewegt – denn öffent­lich Fleischkleider tragen, die LGBT-Commu­nity unterstützen und ganz nebenbei die katholische Kirche in Aufruhr versetzen, erfordert Vieles, nur keinen Masterabschluss.

Foto: Flickr | samaja | CC BY-NC-SA 2.0