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ZurQuelle Magazin

von und für Zaubernde

ZurQuelle geht in die Sneak. Jede Woche. Wir wissen nicht, was kommt. Aber weil Filme schön sind und wir auch, passt das.

Erstmal einen Spliff gezwirbelt, schön — uaahhh — durchgezogen, und richtig am Chillen. Lommbock, das Sequel zu Lammbock läuft. Inklusive dem echten Mehmet Scholl. Klare Konsumempfehlung vor diesem Film, auch wenn der Rezensent nur ein Gläschen Bio-Cabernet drin hatte.

Die Story

Stefan (Lukas Gregorowicz) ist der erfolgreiche (eher nach Koks als nach Gras wirkende) Juraspacko, der er zum Ende von Lammbock nie werden wollte und wird in Kürze in Dubai eine schöne Geschäftsfrau heiraten. Für ein wichtiges Dokument muss er für nur einen Tag zurück in seine Heimatstadt Würzburg, lässt sich aber von seinem alten Kifferkumpel Kai (Moritz Bleibtreu) zu einem durchgezogenen Abend mit »genmanipulierter Haze-Scheiße« überreden. Er bleibt hängen und es kommt, wie es kommen musste: Stefan taucht in seine freiere Vergangenheit voller Asirapper, Ex-Freundinnen und Hommagen an Lammbock ein.

Und wie finden wir das?

Erstaunlich unpeinlich. Selbst wenn man sich nur mühevoll an den ersten Teil erinnern kann und große Teile davon erst für diese Rezension wieder zusammengoogelt, hat man — so lange man eine gewisse Toleranz für Kiffer- und Genitalhumor mitbringt — wirklich Spaß.
Großartig subversiv oder intellektuell ist Lommbock nicht, und die Anbiederung an die junge Zielgruppe ist nur mit sehr viel Gezwinker aushaltbar (die Yolo-Swag-Rutsche von Bleibtreu aus dem Lommbock Teaser beispielsweise), aber die Figuren sind ziemlich cool und die Geschichte geht so rasant von rechts nach links, dass man über die Schwächen nicht mehr wirklich nachdenkt. Selbst Bleibtreu, in letzter Zeit eher ein Garant für Peinlichkeit, haut hier endlich mal wieder seinen Rotz-Charme raus und ist beinahe etwas wie die Seele dieses Filmes.

Schlechtester Dialog

YouTube-Video von Rapper 10JB (Zehn Jahre Bau): »Ihr seid schwul und eure Mütter sind auch schwul!« Hätte man etwas intelligenter verarschen können.

Reaktionen aus dem Publikum

Großer Lachkonsens, nur ein vorzeitiger Abgang (männlich, älter).

Äh, und der Bechdel-Test?

Es gibt eigentlich nur drei Frauen in diesem Film und sie tauchen nicht gemeinsam in einer Szene auf.

Fazit

Bock auf Kopf aus und gute Unterhaltung? Dieser Film ist so grundsätzlich sympathisch, dass man ihm so gut wie alles verzeiht.

Bild: Filmstarts.de