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ZurQuelle Magazin

Das gesellschaftskritische Popmagazin

Olivia Wildes buntes Regiedebüt der Coming-of-Age Filmkomödie wird von dem Publikum auf dem SXSW Festival gefeiert und erreicht die Top 10 der Rotten Tomatoes LGBTQ Filmcharts.

Die Sonne knallt. Originelle Kleidung. Schrille Frisuren. Skater und Sportler. Weed und weißes Pulver. Eine Schultoilette. Sie ist unisex. Wir schreiben das Jahr 2019 und befinden uns in einer High School in Los Angeles, USA.

Booksmart/ Olivia Wilde / 2019/ USA/ 102 Minuten

Die Story

Molly (Beanie Feldstein) und Amy (Kaitlyn Dever) sind beste Freundinnen. Zusammen paukten sie ihre gesamte Schullaufbahn. Mit Erfolg, denn sie wurden an namhaften Elite-Unis akzeptiert! Als Molly am letzten Schultag erfährt, dass jedoch vielen ihrer Klassenkameraden tolle Unis und Jobs in Aussicht stehen, kehrt sich ihr Stolz. Sie will all die verpassten Partys an einem Abend nachholen und überredet Amy mitzumachen, sodass diese ihre erste lesbische Erfahrung noch vor dem bevorstehenden Unileben sammeln kann.

Und, wie finden wir das?

Unterhaltend. Empowerment wird in Mollys und Amys High School ganz groß geschrieben. Diese 2000er-Jahrgang Generation, dessen Namen ich nicht weiß, ist tolerant, stolz und selbstbewusst – und auch fast stereotypisch, jedenfalls in »Booksmart«. Bei aller Liebe vermisse ich nicht meine Schulzeit, doch hätte damals schon jeder jeden weniger bis gar nicht diskriminiert und mit all seinen persönlichen Vorlieben akzeptiert, sprich wäre es wie in dem vorliegenden fiktionalen Film dargestellt, I would give it another go.

Schlechtester Dialog

Die sich ständig wandelnde Jugendsprache kann ich weder beurteilen, noch verurteilen. Doch die grausame Übersetzung der deutschen Untertitel war in etwa so:

»I am a fun person!« zu »Ich bin witzig!« oder »She is glowing!« zu »Sie ist so heiß!«.

via GIPHY

Reaktionen aus dem Publikum

Drei Gäste verabschiedeten sich stolpernd aus dem Kinosaal. Der Rest, mitunter auch älteres Publikum, blieb und amüsierte sich hier und da, tendenziell auf sehr unterschiedliche Weise. Vielleicht wurde auch über statt mit den Protagonisten gelacht.

Äh, und der Bechdel-Test?

Vollends bestanden. Molly und Amy als beste Freundinnen haben sich viel zu erzählen. Außerdem ist der Film LGBTQ friendly/promoting/inclusive.

Fazit

Unterhaltsamer Einblick in eine junge Generation, die mit Empowerment und Toleranz aufwuchs und dafür steht. Doch am Ende ist es trotzdem wieder immer dieselbe jugendliche Coming-of-Age Geschichte.

Schauempfehlung: 1) Ja! 2) Viele Gags werden im Trailer vorweggenommen, lieber überraschen lassen. 3) Bevorzugt im Original.

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