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ZurQuelle Magazin

von und für Zaubernde

Du willst das ewige Netflix & chill umgehen, weißt aber nicht so recht wohin mit dir und deinem Date? ZurQuelle weiß Rat. Gute Orte für ein Date in Berlin gibt es nämlich zuhauf!

1) Für Tierliebhaber: Zoo oder Tierpark

Wem geht da nicht das Herz auf? Klar, Tierhassern, aber die will eh niemand daten. Mit einem guten Date-Fang lässt es sich prima durch den Zoo oder Tierpark spazieren und putzige Tierchen anschauen. Nebenbei kann man auschecken, ob man Tier-kompatibel mit seinem Date ist. Und wenn die Unterhaltung mal ein bisschen stockt, ist das halb so wild. Denn nichts überbrückt awkward silences besser als süße Tiere beobachten.
Kostenpunkt: 10€/Student (Zoo), 9€/Student (Tierpark)
Die Geldbeutel-schonende Variante: ein Bier bei Ullrich am Zoo kaufen (vor allem sonntags ein Spektakel) und bei den Alpakas am Landwehrkanal vorbeischlendern. Supersüß und flauschig! Nach den Alpakas kann nach Belieben im Tiergarten spaziert werden. Gegen Hunger und Durst schafft das Café am Neuen See Abhilfe. Oder eben Runde 2 bei Ullrich.

2) Für Unentschlossene: Die Sneak-Preview

Kino, aber man weiß nicht, welcher Film kommt. Man muss sich nicht auf einen Film einigen und kann seinen Filmgeschmack und die Vorliebe für Backsendungen an Samstagmorgenden noch ein wenig unter Verschluss halten. Süßschnäbel finden heraus, ob sie im Dunkeln die verschiedenen Sorten von Haribo-Goldbären erschmecken können. Und egal, ob einem der Film gut oder schlecht gefallen hat – für ein anschließendes Bier gibt die Sneak allemal Gesprächsstoff.
Kostenpunkt:
Für Englischkenner: Sneak auf Englisch im Cinestar im Sony Center, 6,50€
Für Kulturinteressierte: Sneak im Original mit Untertiteln, Filmpalast am Friedrichshain Mo 22h, 5€ / Passage Di 22.30h, 5€

3) Für Soziologen: Einmal komplett eine Runde mit der Ringbahn fahren

In der Ringbahn gibt es eigentlich immer was zu sehen. Manchmal nur Dramen des Alltags, aber manchmal eben auch tatsächliche Dramen. Man kann gemeinsam überlegen, wer die Menschen sind, die man im Laufe der Fahrt sieht. Wohin sie fahren, was sie noch vorhaben. Oder sich über die eigene Lieblings-S-Bahnstation austauschen. Wenn es eher schleppend läuft, naht das Ende vom Date nach ungefähr einer Stunde. Wenn es gut läuft, kann man einfach sitzen bleiben. Oder die nächstgelegene Kneipe aufsuchen und das Date dort fortführen.
Die Fahrt am besten mit einem Trinkspiel verbinden. Es wird jedes Mal getrunken, wenn ein Hipster einsteigt / jemand lautstark auf türkisch oder arabisch telefoniert / Reisende ihr immenses Gepäck in das S-Bahnabteil hinein- und ein paar Stationen später wieder hinaus befördern.
Kostenpunkt: für Studierende mit Semesterticket nichts, für alle anderen 2,80€

4) Für Sommerkinder: Freiluftkino

Laue Sommernächte, kühles Bier, eine Tüte leckerstes Haribo nach Bedarf. Es gibt wenig Besseres, was man an einem Berliner Sommerabend machen kann. Die größte Herausforderung besteht hierbei, sich auf einen Film zu einigen. Und vor Beginn des Films herauszufinden, was für ein Filmguck-Typ das Date ist: Quatscher, stummer Fisch oder Quatscher, der von Mitguckern erwartet, dass sie stumme Fische sind. Quatscher setzen sich etwas abseits auf ihre Decke und analysieren den Film twittermäßig während der laufenden Vorführung. Stumme Fische mischen sich unter das restliche Publikum. Quatscher, die Stille von allen anderen erwarten, setzen sich irgendwo auf halbem Wege zwischen den Quatschern und den stummen Fischen. Mückenspray nicht vergessen!
Ein Abendessen vor dem Film oder ein Absacker danach sind gute Gesprächsmöglichkeiten, vor allem für die stummen Fische.
Kostenpunkt: 7,50€/Ticket

5) Für Natürliche: die Pfaueninsel

Zurück zur Natur und ein bisschen Frischluft schnuppern wie die hohen Herrschaften früher! Die Pfaueninsel, klein und fein, bietet ein Schlösschen und frei herumlaufende Pfauen. Ansonsten gibt es Natur und einen famosen Ausblick. Die Idylle gibt’s gratis dazu. Kulinarisch gibt die Insel wenig bis gar nichts her. Picknickenthusiasten bewaffnen sich mit einem gut gefüllten Korb. Alternativ kann nach ausgiebigem Pfauenbestaune auf dem Festland gegessen werden. Der zQ-Schlemmertip: im nahegelegenen König 19 kann leckere italienische Pasta geschmaust und ein Vino dazu geschlürft werden, ohne arm zu werden.
Statt mit Bus und Bahn kann die Fähranlegestelle zur Pfaueninsel auch mit dem Fahrrad erradelt werden.
Kostenpunkt: 3€ (erm.) für die Fähre, verkehrt alle 15 Minuten, Mai-August 9-20h

6) Für Seefahrer: Bötchentour

Ab Wannsee über die 7 Seen und zurück in 2 Stunden. Dabei sieht man nicht nur in die Vorgärten der Prunkvillen in den Berliner Randbezirken, man unterschreitet auch den Altersdurchschnitt um circa 40 Jahre. Eine Sache kann man sich auf jeden Fall von den Omas abgucken: Die Piccolo-Flasche Rotkäppchen-Sekt. Nichts streichelt die Seele mehr als der Blick aufs Wasser, ein Sektchen in der Hand und ein paar Villa-Tagträume. Und wer weiß, vielleicht hat dein Date ja die gleichen Träume …
Kostenpunkt: ca. 10€/Person

7) Für (Nicht-)Wissende: Pubquiz

Nichts verbindet mehr, als bei einem Pubquiz gemeinsam NICHTS zu wissen. Die Stimmung ist automatisch gut, man rät und trinkt sich durch den Abend und wenn man doch mal was richtig hat, ist die Freude gleich riesig. Zudem eine prima Gelegenheit, um mit unnützem Wissen zu glänzen.
Kostenpunkt: je nach Kneipe ist die Teilnahme entweder kostenlos oder man ist schon mit ein paar Euro Teilnahmegebühr dabei.

8) Für Romantiker: Treptower Park mit Sonnenuntergang auf der Elsenbrücke

Spazieren gehen ist eine feine Sache für ein Date. Man hat etwas zu „tun“ und das Gespräch plätschert viel eher vor sich hin als beim starren gegenüber sitzen im Café. Der Treptower Park bietet zudem nicht nur besten Spreeblick, sondern auch das immense sowjetische Ehrendenkmal, das es zu bestaunen gibt. Und Berliner jeder Couleur. Von da ist es nur ein kurzer Sprung zur Elsenbrücke. Der Blick bei Sonnenuntergang auf die Berliner Skyline ist jedes Mal spektakulär, für Berliner und Zugezogene gleichermaßen. Wenn es mit dem Näherkommen bis dahin noch nicht so recht geklappt hat, ist nun garantiert der Moment gekommen.
Wer noch nicht nach Hause möchte, aber von der frischen Luft hungrig geworden ist, wendet sich gen Kreuzberg. Wer genug hat, steigt in die S-Bahn und geht seiner Wege.
Kostenpunkt: komplett kostenlos

9) Für Suchende: Flohmarkt am Boxhagener Platz (immer sonntags 10-17h)

Gemütlich schlendern und stöbern und dabei vielleicht noch den ein oder anderen Schatz finden. Die vielen Klamottenstände laden zu einem Date-Selfie-Marathon ein: Jeder Klamottenstand bekommt eine andere Grimasse, während dazu fleißig die schrägsten Anziehsachen anprobiert werden. Nach dem Bummeln kann mit Kaffee oder Eis bewaffnet das illustre Sonntagstreiben am Boxi beobachtet werden.
Kostenpunkt: nichts bis sehr viel, je nach Kauflage

10) Für Experimentierfreudige: Thai-Park (samstags und sonntags, tagsüber)

Jedes Wochenende breiten Thais Köstlichkeiten im Preußenpark am Fehrbelliner Platz aus, wohin das Auge blickt. Scharf oder mild, vegetarisch oder karnivorisch – für jeden Geschmack ist mehr als genug dabei. Also futtert man sich munter von Stand zu Stand, probiert Suppe, gegrillte Fleischspieße und Nudelgerichte. Spaß und kulinarische Offenbarungen sind garantiert. Und beim Teilen der bunten dumplings ist ein Näherkommen (fast) garantiert!
Kostenpunkt: Gerichte gibt es ab 3€

11) Für Süßschnäbel: Eisdielentest

Man suche sich 3-4 Eisdielen aus, die mehr oder weniger quer über die Stadt verteilt sind und teste sie der Reihe nach durch. Am besten und schönsten funktioniert das Ganze zu Fahrrad, aber auch die Öffentlichen tun es. Wanderer schnüren die Wanderstiefel und erlaufen die Distanzen. Der Weg zur nächsten Eisdiele garantiert für ungestillten Eishunger, immer wieder aufs Neue.
Mögliche Route:
Einer dieser Tage, Waldstr. 32, Moabit
Vanille und Marille, Hagelberger Straße 1, Kreuzberg
EisPiraten, Grünberger Str. 85, Friedrichshain
Eispatisserie Hokey Pokey, Stargarder Str. 73, Prenzlauer Berg
So ein Test geht natürlich auch prima mit Eckkneipen und Pommesbuden!
Kostenpunkt: 2-4€/Eisdiele

12) Für Wissbegierige. Und Tierfreunde: Naturkundemuseum

Nicht nur was für Regentage: Dinosaurier Tristan und andere süße Kreaturen anschauen. Klar, die sind schon tot, aber immer noch sehr süß. Wem der klassische Gang durchs Museum zu langweilig ist, der spielt ein Trinkspiel. Jedes Mal, wenn jemand ‚Tristan‘ sagt oder auf einer Tafel auf ‚Tristan‘ hingewiesen wird. Oder man einigt sich mit seinem Date auf ein lateinisches Wort aus den Naturwissenschaften. Jedes Mal, wenn es in einem Tiernamen auf einer der Tafeln vorkommt, wird getrunken.
Vorher mit dem Date klären, ob beide Lust auf Museum haben. Sonst wird es eher der Klassenausflug 2.0 als ein Date. Das Trinkspiel sollte jedoch auch den größten Museumsmuffel für Museen begeistern.
Kostenpunkt: 5€ (erm.)

13) Für Trinkfreudige: Baumblütenfest in Werder/Havel

Klar, Baumblütenfest ist nur einmal im Jahr. Aber wenn man das Glück hat, zur Baumblüte ein Date zu haben, ist Werder der perfekte Ort dafür! Das normalerweise beschauliche Städtchen in Brandenburg verwandelt sich für eine Woche in ein lasterhaftes Vergnügungsparadadies. Nirgendwo kann man vor so malerischer Kulisse derartig interessante Menschengruppierungen beobachten. Dazu wird süßer Fruchtwein geschlürft und Schmalzstullen gegessen. Tretboot fahren gibt Zeit für Gespräche und Knutschen. Wenig verbindet mehr, als die einzigartige Erfahrung der Baumblüte gemeinsam gemacht zu haben!
Kostenpunkt: Anschlussfahrschein C 1,60€, ansonsten so viel, wie man vertrinkt. Also potenziell eher viel

Nun bist du bestens gerüstet für dein Date in Berlin. Also Zähne geputzt und auf geht’s! ZurQuelle wünscht frohes Knutschen <3