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Das gesellschaftskritische Popmagazin

Heute Josta van Bockxmeer mit Am Wasser.

Es ist wieder Sonntag und keine Lust auf Tatort.

Aber kein Grund zur Langeweile. Wir poetisieren eure Sonntage! Hier findet ihr deshalb jeden Sonntag hübsche Poesie statt mittelmäßigem Tatort. Kein Til Schweiger, es sei denn, ihr könnt mit Poesie nichts anfangen. Dann aber solltet ihr auch Til Schweiger feiern.

Wenn euch also am Sonntagabend langweilig sein sollte oder euch einfach nach tiefgreifender kultureller Bereicherung ist, dann stattet uns einen Besuch ab: Schöner wird es kaum!
Heute sucht Josta van Bockxmeer ein zu Hause Am Wasser. Aus der Reihe Amsterdam: (Hurra!)

 

Am Wasser

Vom Ende des Stegs
schaue ich über das IJ.
Rechts der Rembrandtturm,
links die Hafenkräne.

Frachtschiffe fahren
auf und ab.
Der Fluss ist klein
und weit zugleich.

Meine Gedanken wehen weg
im Westwind, ich suche
eine Leere,
in der die Fülle ist.

Ich suche ein Zuhause,
das mehr Gefühl ist
als Gewissheit.

 

Josta van Bockxmeer, 1987 in Amsterdam geboren, traf achtzehn Jahre später in Berlin ein. Sie studierte Germanistik und Philosophie an der Universität Potsdam und Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft an der Freien Universität Berlin. Dort nahm sie auch am Autorenkolleg von Hans-Joachim Schädlich teil. Texte von ihr erschienen in mehreren Anthologien. Journalistische Arbeiten u.a. für die taz und den Tagesspiegel.

Und wenn ihr mehr Poesie statt Tatort wünscht, schaut allwöchentlich bei uns vorbei. Oder schaut ins Archiv – da findet ihr unsere Poesiesammlung. Alles sehr hübsch und bunt und deep. Gönnt euch gerne.

Oder ihr schreibt selbst ganz zauberhafte Poesie? Dann seid ihr mega! Schickt uns euren Text und eine Vita an