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von und für Zaubernde

Der Berlinale Social Bus zeigt, dass das Filmfestival nicht nur Glamour und fancy Dresses ist. Es hat auch eine Botschaft, die man nur finden muss. Im Berlinale Social Bus kann man sie anfassen und in sich hineinschütten.

Die Berlinale: Rote Teppiche, Sektempfänge, Rumsteherei. Aber die Berlinale enthält auch ein soziales Element. Das wird oft und gerne vergessen, wenn alle Leute zur Premiere von Superheldenfilmen rennen, um sich mit Wolverine fotografieren zu lassen. Der Berlinale Social Bus steht deswegen seit drei Jahren mit auf dem Filmfestival und bietet Interessierten die Möglichkeit, sozial engagierte Menschen kennenzulernen. Und zwar nicht irgendwelche.

„Drei Vereine auf vier Rädern“ ist das Motto des Berlinale Social Bus. Die vier Räder sind der Bus selbst und die drei Vereine ChariTea/Lemonaid, Viva con Agua und Amnesty International die, nun ja, drei Vereine. Die arbeiten alle auf ihre Weise daran mit, dass die Welt ein wenig lebenswerter für alle wird. ChariTea und Viva Con Agua sind vor allem in der Entwicklungshilfe aktiv, während Amnesty International sich für Menschenrechte einsetzt.

Die Beine hochlegen im Berlinale Social Bus

Der ausrangierte Reisebus ist offen für alle. Ist der Bauch voll mit den Beinen, die man sich zuvor an der Ticketkasse hineingestanden hat, kann man sich hier wieder ausruhen. Und der Social Bus ist ganz schön sozial. Man kann deshalb nicht nur eigenes Essen und Getränke mitbringen, sondern auch direkt mit Ansprechpartnern vor Ort über die verschiedenen Projekte sprechen. Zum Beispiel mit Benjamin Adrion. Der Hamburger ist Gründer von Viva con Agua und ehemaliger Profifußballer. Seine Sportkarriere hat er jedoch an die Latte gehängt. Nun trägt er mit seiner Businessidee zum weltweiten Zugang zu sauberem Trinkwasser bei.

Das Interessante an ChariTea und Viva con Agua: Es handelt sich dabei in erster Linie um Vereine, die die Entwicklungszusammenarbeit fördern und nur zweitrangig um Geschäftsunternehmen. Produkte wie Lemonaid und Eistee dienen hauptsächlich dazu, von Spendengeldern unabhängig zu bleiben und lokale Projekte in benachteiligten Ländern zu fördern. Und klar geht es dabei auch um erfrischende Limo, Tee und Wasser. Tue Gutes und trinke dabei. Eine klassische Win-Win-Situation.

Der Bus wird von Freiwilligen betreut und ist bunt dekoriert. Das Wichtigste an dem Projekt ist aber wohl das bunte Rahmenprogramm, bei dem auch der soziale Gedanke im Mittelpunkt steht. Jeden Abend gab es hier einen anderen Film oder Veranstaltung über soziale Projekte. Die Palette reichte von Dokumentationen über surfende Jungs im Gazastreifen, skatende Kinder in Afghanistan und Wasserprojekte in Nepal bis zum israelisch-palästinensischen Dinnerabend. Nächstes Jahr wird er hoffentlich wieder da stehen. Und dann kann man gut mal hingehen.