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ZurQuelle Magazin

von und für Zaubernde

Sodom und Gomorrha. Was sonst sollte passieren, wenn ein kleines, vergnügtes Medienstartup in die Provinz fährt, um die eigenen Prozesse und Prioritäten zu überdenken? Ganz so schlimm war es dann nicht.

Sie denken vermutlich, ZurQuelle e.V. sei ein großer Spaßverein, der zwischen Kneipenbesuchen und Tinderdates en passant Texte und Magazine fabriziert. Da liegen Sie falsch. Als junges, dynamisches und aufstrebendes Start-Up arbeiten wir hochmotiviert an vielen Baustellen.

Die Geschäftsreise am 28.07. nach Bonn etwa stand ganz im Zeichen des Networkings und Teambuildings. Eingeladen waren wir zu einer Preisverleihung des Magazins “Pro Campus Presse”. Der Preis ging wie jedes Jahr an das beste Studierendenmagazin. Trotz des Wissens nicht gewonnen zu haben, freuten wir uns als Ehrengäste an der Verleihung teilzunehmen.

Erste Schwierigkeiten in Transparenz und Kommunikation stellten wir bei der Anreise fest. Fr. Maike Gomm war nur unzureichend über den Ablauf und Hintergrund der Geschäftsreise in Kenntnis gesetzt worden. Zitat: “Ach, wir fahren zu einer Preisverleihung? Ich dachte wir wollten einfach nur mal nach Bonn.”  Die Stimmung drohte zu kippen, der Unmut über mangelhafte Kommunikationsstrukturen konnte aber schnellstens durch morgendlichen Alkoholgenuss geklärt werden.

ZurQuelle on the Road.

 

Netzwerktheorie in der Praxis

Donnerstag bei der Preisverleihung in Bonn machte Patrick Müller (Marketing und Öffentlichkeitsarbeit) sofort klar: Wir sind nicht zum Spaß hier! Es ging um netzwerken, soziales Kapital und unseren guten Ruf. Also schwärmten wir aus und spannten geschickt unsere Fäden in subtilen Small Talk.

Besonders Patrick M. arbeitete aktiv an einer ansprechenden Außenpräsentation, so dass er schnell allen Gästen bekannt war. Er umschiffte bewusst die schweren Themen und blieb bei seinen thematisch sicheren Häfen: Tierpornografie, vulgäre Witze und zweifelhafte Entscheidungsfragen (“würdest du eher deinen Eltern lebenslang beim Sex zusehen, oder einmal mitmachen?”).

Der Abend verlief an vielen Ecken erkenntnisreich. Johanna von der Heidelberger Studierendenzeitung Ruprecht klärte uns darüber auf, dass Frauen früher für Schwangerschaftstest auf eine spezielle Froschart pinkeln mussten. Diese Info zog viele geschmackvolle Pippi-Witze nach sich. Anne Gräfe (PR und Marketing, sowie Chefredakteurserziehung) widmete sich derweil der seriösen Vernetzungsarbeit.

Der Abend endete mit einer kleinen Kontroverse, als ein anonymes ZurQuelle Mitglied die Auszeichnung der Erstplatzierten (Kölner Studierendenzeitung) an sich nahm. Der laufende Rechtsstreit wird die Legitimität dieser Aktion zivilen Ungehorsams untermauern. Wir sehen uns im Nachhinein klar im Recht, da die Rechtsabteilung den Fall ausgiebig geprüft hat: es handelte sich eindeutig um Satire. Hier war es sehr hilfreich, unseren Anwalt, Rechtsberater und Linksträger Jonas Stein mit am Bord zu haben. Dieser war sofort an seinem schicken Anzug zu erkennen und schmiss mit Abmahnungen, Paragraphen  und Altherrenwitzen nur so um sich.

 

Hey Kölner Studierendenzeitung, ratet mal, was wir gewonnen haben.Pro Campus-Presse Zürcher Studierendenzeitung

Posted by ZurQuelle Magazin on Freitag, 28. Juli 2017

Teamtag auf dem Drachenfels

Der Freitag stand ganz im Zeichen des Teambuildings. Ein Ausflug auf den Drachenfels, auf dem Siegfried aus der Nibelungensage in Drachenblut badete, nachdem er das namengebende Ungetüm getötet hatte, war angedacht. Beim Aufstieg dröhnte den meisten der Kopf. Manchen wegen eines Katers, dem Autoren Felix Bardorf (Abteilung psychologische Beratung), weil er sich morgens den Kopf gestoßen hatte.

In der Nähe einer kleinen Schlossruine ließ man sich für ein Sektfrühstück nieder. Aber auch zielführende Spiele wurden gespielt und Gespräche geführt, um in einem konstruktiven Setting eine vertrauensvolle Basis für zukünftige Geschäfte und Projekte zu schaffen. Hier seht ihr ein Video von unserem Chefredakteur Robert Hofmann. Er haut eine Kokosnuss auf einen Stein.

Der Abend endete ruhig und gesittet mit Flunkyball, halbnacktem flanieren durch die Bonner Innenstadt und etwas Knutscherei (Patrick, Robert, Felix). Im “Pub” Old Dubliner entgingen wir knapp dem Rauswurf, nachdem Patrick M. fatalerweise ein Dekobuch aus dem Dekoregal genommen hatte. Rüde wies die Bedienung die jungen Medienmacher zurecht. Aus Protest zogen Felix Bardorf und Robert Hofmann ihre T-Shirts aus.

Außerdem sperrte sich letzterer auf der Suche nach dem WC auf dem Innenhof aus und musste über einen Zaun klettern, um auf die Straße und zurück in den Schankraum zu gelangen. Dabei verletzte er sich leicht. Er kurierte sich anschließend bei einem Schläfchen auf dem Tisch aus – was wieder dazu führte, dass man uns zum Gehen motivieren wollte.

Zum Feierabend musste Anne Gräfe die Aufgabe übernehmen, den erstaunlich rasch ermüdeten CEO Herrn Hofmann ins Bett zu bringen.

Katerfrühstück in stilvoller Atmosphäre.
Business Breakfast in exklusivem Ambiente.

 

Erfolgsquote: 100%

Zusammengefasst: Der diesjährige ZurQuelle-Business Trip nach Bonn war ein voller Erfolg. Es konnte ein hohes Maß an sozialem und Humankapital akquiriert werden. In einem entspannten und vertrauensvollen Setting wurde prozesshaft an der Weiterentwicklung unseres kleinen studentischen Start-Ups gearbeitet.

Die erworbenen Kenntnisse werden den Shareholder Value von ZurQuelle immens steigern. Durch neue persönliche Netzwerke werden zukünftig besonders effektive Transaktionen möglich. Das kreative Potential unseres jungen und motivierten Teams hat sich um mindesten 98,9% gesteigert, eine enorme Kreativitätsrendite die sich nur mit einem Wort beschreiben lässt: Viel!

Die nachträgliche Evaluation in der Abteilung “Projektentwicklung und Human-Ressource-Mobilization” ergab, dass durch den effektiven Umgang mit alkoholischen Substanzen die Hirnleistung aller Reiseteilnehmer um mindestens ein Drittel gesenkt wurde. Dies wird sich zukünftig positiv auf Online Artikel auswirken, prognostiziert die Abteilung “Kreative Entwicklung und Genitalhumor”.

Warten auf die Tram.

Aufgrund all dieser statistisch evidenten und signifikanten Verbesserungen (Eta Quadrat = 1) schauen wir frohen Mutes in die Zukunft und freuen uns besonders auf den nächsten Betriebsausflug – zur Frankfurter Buchmesse! Danke dass Sie, liebe Leserinnen und Leser, unsere wichtige und wertvolle Arbeit weiterhin verfolgen. So wird es ZurQuelle sicherlich bald schaffen Weltmarktführer zu werden. Nach diesem Artikel sollte Ihnen klar sein: sowohl das Talent, als auch die Professionalität sind im Übermaß vorhanden.

 

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