Zum Seiteninhalt

ZurQuelle Magazin

Das gesellschaftskritische Popmagazin

Draußen ist es kalt und dunkel – begeben wir uns also auf ein ethisches Minenfeld und sprechen über Gen-Experimente. An Babies.

Der chinesische Wissenschaftler Jiankui Shenzhen behauptet, an den DNA-Strängen eines neugeborenen Zwillingspaares herumgedoktert zu haben. Die Säuglinge, B3754 und B3755, seien wohlauf und dank Dr. Frankensteins Genmischung immun gegen eine HIV-Infektion. War nur ein Witz: Die Babies heißen Lulu und Nana. Zum ersten Mal soll die CRISPR-Gentechnik am Menschen angewendet worden sein.

Internationale Forscher zeigen sich empört über das Experiment. Es sei weder moralisch noch ethisch vertretbar, derart in den Lauf der Natur einzugreifen. Andere wiederum begrüßen die Gen-Babies: “They used to say that a child conceived in love has a greater chance of happiness. They don’t say that anymore”, äußerte sich Dr. Vincent Freeman, Mitarbeiter eines Forschungsinstituts in den USA. Bis Gras über die Sache und den Babies ein paar Extrafinger gewachsen sind, muss sich Jiankui Shenzhen vor Gericht verantworten.

Draußen bleibt es kalt, es bleibt dunkel und die menschliche Existenz bleibt ein Minenfeld. Die Aussicht auf genetisch resistentere Nachkömmlinge ist nicht schlecht. Aber übertreiben wir es nicht mit der Optimierung: Sonst werden die Olympischen Spiele 2020 die langweiligsten aller Zeiten.

Du willst deine geistigen Kräfte maximieren, ohne an dir zu operieren? Swallow the pink pill und lies dich zur Weltherrschaft:

Osteuropäische Jazzromanze in schwarz-weiß: Cold War.

Liv Albert hat für unsere neue Printausgabe antike Mythen feministisch aufbereitet.

Hat kein Herz für Schwangerschaftsabbrüche: Markus Krause.

Du hast Lust auf mehr vom ZurQuelle Magazin? Wir freuen uns auf dich bei FacebookTwitter und Instagram.

Und am tollsten wäre es, wenn du ein Abo abschließen würdest. Nirgendwo sind wir so schön wie im Print.