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ZurQuelle Magazin

von und für Zaubernde

Es ging um Fußball. Das ist einfach. Trikot an, Bier rein, Finale. Bad Vibes kann da niemand gebrauchen. Besonders nicht von den Pussy Riot-Flitzern. Dass die Polizei ins Spiel kam, wollte nun wirklich nicht jeder. Die hatten schließlich Ferien.

Sachte schunkelt es sich in die Monotonie. Die Uniformierten waren milde gestimmt in den vergangenen Wochen. Putin setzte kindliche Gute-Laune-Blicke auf und Fifa-Präsident Infantino guckte genauso. Doch immer, ja immer scheint es Menschen zu geben, die den mächtigsten und korruptesten Männern nicht mal diese paar Tage Ruhe gönnen. Wie Pussy Riot beim WM-Finale in Moskau.

Dabei hätte es doch alles so schön sein können. Zurücklehnen: Endlich eine kurze Auszeit, endlich ausspannen von all den Festnahmen und den politischen Gefangenen. Oh, wie ist das schön. Gemeinsam uniform.

Für Putin und Fifa-Präsident Infantino war die WM ein voller Erfolg. Quelle: AFP/ALEXEY NIKOLSKY

Einzige Bedingung: Bloß keine Aufregung, es liegt sich so bequem. Blöd dann, dieses Rowdytum. Sie flitzen wieder. Können die sich nicht einmal an die Regeln halten? Haben die das mit der Uniform nicht ganz verstanden? Oder mit der Haftstrafe von zwei Jahren, damals im Februar 2012 als in der Moskauer Christ-Erlöser-Kathedrale soviel Trubel gemacht wurde? Und dann noch nicht mal nackt.

Jetzt neigt sich der Urlaub wieder dem Ende zu. Die vier festgenommenen Aktivisten wurden zu 15 Tagen Haft verurteilt. Die WM ist vorbei. Die Uniformen bleiben.

 

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