Zum Seiteninhalt

ZurQuelle Magazin

von und für Zaubernde

Zugegeben: Menschen trauern unterschiedlich. Bekanntermaßen gibt es in anderen Ländern große Totenfeste, die wirken wie eine große Party. Doch dieser »Trauermarsch« in Chemnitz war schon sehr besonders.

Ein Schelm, wer behauptet, der Mob hätte nur die Gelegenheit gewittert, mal so richtig für den Straßenkampf mobilisieren zu können. Die »bürgerliche Mitte« (irgendwo zwischen AfD und CSU) tat sich in ihrer Trauer mit Hools (NS-Boys, Kaotik Chemnitz) und anderen Nazis zu einer soliden Bürgerwehr zusammen, die Chemnitz spontan in eine nationalbefreite Zone verwandelte.

»Deutsch, sozial und national!« und Klassiker wie »Wir sind das Volk!« oder »Lügenpresse!« waren die Parolen des führerlosen Widerstandes, gestisch untermauert durch Hitlergrüße. Performative Akte waren die Übergriffe auf Migranten, Linke und Polizisten. Die Hobby-SS marschierte unter besten Bedingungen, wie man unter anderem bei Zeit Online liest:

»Der Marsch zieht sich um den Chemnitzer Innenstadtring. Begleitet werden sie nur an der Spitze und am Ende von Polizisten. Dazwischen können die Neonazis über Hunderte Meter tun und lassen, was sie wollen.« So heißt es auch bei T-Online: »Auch außerhalb der Demonstration können sich einzelne Neonazis frei bewegen und bedrohen immer wieder Journalisten.«

Die Medien wissen nicht so rechts

Welch gute Voraussetzungen, um den ganzen Ärger (äh, Trauer! Trauer!) mal so richtig rauszulassen. Weil Dings: Ausländer, GEZ, Frau Merkel. Derweil sprechen einige Medien weiterhin von »Ausschreitungen rivalisierender Demonstranten«, obwohl selbst ihre eigenen Kolleginnen und Kollegen angegriffen und angepöbelt wurden.

Markus Frohnmaier von der AfD hatte verstanden worum es bei dem »Trauermarsch« ging: Pogrom, Hetze und Straßenkampf. Auf Twitter schrieb er, offensichtlich tief von »Trauer« geschüttelt: »Wenn der Staat die Bürger nicht mehr schützen kann, gehen die Menschen auf die Straße und schützen sich selber. Ganz einfach!«

Lust auf mehr? Dann schau hier!

Deine letzte Hausarbeit ist so richtig versaut? Also unter der Noten-Gürtellinie? Schick sie uns und mach sie zu Geld!

Das letzte Herz ging an weiße Männer.

Yana hat beim Festivalaufbau viel Schnaps getrunken. So schön ist es auf dem Bergfunk.

Du hast Lust auf mehr vom ZurQuelle Magazin? Wir freuen uns auf dich bei FacebookTwitter und Instagram.

Und am tollsten wäre es, wenn du ein Abo abschließen würdest. Nirgendwo sind wir so schön wie im Print.