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ZurQuelle Magazin

von und für Zaubernde

De mortuis nil nisi bene. Also: Püppi, wir werden dich vermissen. Keiner soll mehr sagen, dass Nazis nicht selbstlos sein können. Vati Himmler wäre stolz auf dich gewesen.

Still und heimlich ist sie von uns gegangen. Das passt zu Püppi – das Rampenlicht mochte sie nie. Sie war vielmehr von der Sorte der stillen Helferinnen. Ihr lebenslanges Engagement für die Alten und Schwachen (zumindest die alten und schwachen Nazis, man kann ja nicht allen helfen), ihren Einsatz für die reinrassige deutsche Jugend und ihren Kampf für den häufig missverstandenen Underdog Hitler werden wir ihr nie vergessen. Selbst den Tod hat sie hinausgezögert, bis sie 88 Jahre alt war, um ein letztes Mal symbolisch Onkel Hitler grüßen zu können. Mehr Loyalität geht nicht.

Die Credits für ihre großen Leistungen zu bekommen war ihr dabei nie wichtig. 1961 legte sie sich für ihren Job beim BND (ja, beim BND) extra einen neuen Namen zu, um nicht unnötig aufzufallen.

Man könnte Gudrun Burwitz, Tochter von Margarete und Heinrich Himmler, ja falsch einschätzen. So, wie auch ihr Vater immer falsch eingeschätzt wurde. Das mit dem Massenmord damals habe der doch gar nicht so gemeint. Und wer sich jetzt um Püppis Lebenswerk sorgt: Es gibt ja Gott sei Dank noch genügend andere, die in ihre Fußstapfen treten möchten.

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