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von und für Zaubernde

Zum Kirchentag 2017 ehrt uns Golfer-in-Chief Barack Obama mit einer Rede am Brandenburger Tor. Einheimischer Zulauf ist ausdrücklich erwünscht. Wer eine handsignierte Bibel mitbringt, kriegt Pina Colada und einen VIP-Platz in der Segway-Area.

Im Zentrum von 200 Tonnen Christen wird Obama ein Loblied auf die amerikanische Spezialität Nächstenliebe und Gerechtigkeit singen. Als Zuschauer darf man sich auch auf kumpeligen Christen-Smalltalk freuen. Zum Beispiel mit dem wonnigen Wilfried aus Baden-Baden, der sich für seine Herkunft nicht schämt. Oder einer ZEIT-Praktikantin, der vor metaphorischer Reizüberflutung der Twitter-Hashtag nicht mehr einfällt. Was haben wir uns alle lieb. Da ham’ wa ja doch Einiges richtig gemacht!

Bedeutungsschwangere Placebo-Phrasen, im Hintergrund knackige Zwischentöne der Bratwurst-spachtelnden Jünger. Die Rede beginnt doch erst um 10 Uhr morgens? Ja, aber für Bratwurst ist es nie zu früh. Is’ auch nur 3 Euro. Amerika ist doch gar nicht so gerecht und nächstenlieb? Ja, aber es geht primär auch um die Ehrung von Religion.

Einen tosenden Applaus also auch für Kirchensteuer und Pädophilie! Juhu! Da plumpst der Käßmann glatt die Pina Colada aus der Hand.