Zum Seiteninhalt

ZurQuelle Magazin

Das gesellschaftskritische Popmagazin

Markus Krause gab gern Interviews über sein Lieblingshobby: Gynäkolog*innen anzeigen, die gegen den Paragraphen 219a verstoßen. Dabei traute sich der Wächter des weiblichen Unterbauchs nur unter Pseudonym in die Öffentlichkeit – Y. H., nun ist dein Name bekannt. Weil wir uns solidarisch mit dir zeigen wollen, verlinken wir ihn nur.

Oh Baby, du hast es den Abtreibungsfreunden zu leicht gemacht. War es nicht abzusehen, dass wenn du Alter (27), Wohnort (Kleve) und Studienfach (Mathe) in Interviews angibst, dein Name bald auf Twitter landen wird? Zugegeben, es kam ein bisschen überraschend: Die Uterus-Selbstbestimmung fordernden Emanzenweiber haben dich geoutet. Ein fieser Rachefeldzug, da du abgesehen von zahlreichen Interviews mit der Öffentlichkeit nichts zu tun haben willst.

Der hysterische Mob

Dabei hast du es sicher gut gemeint: Schon lange haben wir in Deutschland nicht mehr so hitzig über Eierstöcke streiten dürfen. Du warst es, der die Gynäkologin Kristina Hänel anzeigte und damit eine deutschlandweite Debatte auslöste. Ein Geniestreich.

Immerhin hast du durch die Medienrechts-Kanzlei Höcker, die dein Recht auf Anonymität vor bösen Journalisten und Frauenärzten verteidigt, nun den nächsten rechtsstaatlichen Power-Move entdeckt: Abmahnungen. Die verteilst du gern flächendeckend.

Wir fragen uns, bei all der zeitintensiven Prozessvorbereitung: Wie läuft das Mathestudium? Nimm doch schon vorsorglich unser Herz, Y. H. Wenn der hysterische Mob wildgewordener Kindermörderinnen vor Gericht aufkreuzt, brauchst du es vielleicht.

Du hast Lust auf mehr? Dann schau hier!

Liv Albert hat für unsere neue Printausgabe antike Mythen feministisch aufbereitet.

In der Sneak diese Woche: Juliet, Naked.

Julian Reichelt kann Kartoffelgerichten wenig abgewinnen. Hannah verrät, warum.

 

Du hast Lust auf mehr vom ZurQuelle Magazin? Wir freuen uns auf dich bei FacebookTwitter und Instagram.

Und am tollsten wäre es, wenn du ein Abo abschließen würdest. Nirgendwo sind wir so schön wie im Print.