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ZurQuelle Magazin

von und für Zaubernde

In Chiang Mai sahen nach vielen unterirdischen Tagen zwölf Kinder das Sonnenlicht wieder. Währenddessen diskutieren wir mit viel Spucke über den Wert von Menschenleben – in Thailand und im Mittelmeer.

Elon Musk kam zu spät für den Fame. Dabei hatte das Enfant Terrible der Tech-Welt doch extra sein Spezial-U-Boot »Wildschwein« (Namenspate war das verschollene Fußballteam) in Windeseile aus Raketenteilen zusammenmontiert und in die Berge Thailands transportieren lassen. Auch wenn der Torpedo nicht 100 Prozent höhlengeeignet war, hätte Menschenfreund und Untegrundexperte Musk den Schlamm damit uneigennützig durchwühlt. Aber da war die Rettung dann auch schon schneller als die Berichterstattung – und die Kinder sind frei.

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Frei sind nun auch die Gehirnströme, die in zärtlichen Ergüssen über dem Wert menschlichen Lebens und dessen Berichterstattung wabern. Sind die Kinder in Thailand vielleicht einfach beliebter als Geflüchtete in Not auf dem Mittelmeer? Immerhin haben sie sich ja nicht selbst in Gefahr gebracht. Dass das Meer hohen Wellengang hat, hätte man doch wissen müssen, bevor man vor Hunger und Vergewaltigung flieht.

Werden am Ende sogar von den sonst nie auf Clickbait angewiesenen Onlinemedien bewusst Emotionen geschürt und Narrative vermarktet? Niemals! Das wäre eine fiese Unterstellung. Was ist eigentlich die bessere Story im Vorabendprogramm: das zehnhundertste Remake vom mediterranen Rumgeplansche oder das geile Höhlenabenteuer, zu dem man wie Olli im Stadion beim Vorrundenaus mitfiebern darf?

Und wer sind eigentlich die lustigeren Twitteruser: Die, die tatsächlich Menschenwürde gegeneinander aufwiegen? Oder doch die, die das den anderen unterstellen?

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