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ZurQuelle Magazin

von und für Zaubernde

Diddl war hässlich und supercool.

Mit ihren riesigen Ohren entstieg sie 1994 Michelangelos Fieberträumen, beglückte die 2000er mit duftendem Schreibmaterial und hatte viele ebenso hässliche, supersüße Freunde im Schlepptau.
Diddls Kumpane Galoppi heimste mir 2006 meinen ersten Tadel ein. Er hatte sich erdreistet, in Form einer autodidaktisch angefertigten Diddl-Mappe, in der großen Pause gegen eine Piboli Tüte eingetauscht zu werden.

Obligatorische Info für alle, die Diddl noch nicht kennen: Diddl ist eine Cartoonfigur des Zeichners Thomas Goletz, die von 1991 bis 2014 von der Depesche Vertrieb GmbH & Co. KG aus Geesthacht vertrieben wurde. Im ersten Entwurf war Diddl übrigens ein Känguru. Sie hat sogar einen eigenen Instagram-Account.

»Kauderwelsch«, magst du, unwissender Diddl-Fremdling bei diesen fanatischen Phrasen jetzt anmerken. Und du hast Recht: Diddl war omnipräsent. Aber trotzdem reichte ihr Ruhm weder an Britney Spears noch Tamagotchis heran. Gerade das macht ihren Mythos noch bezaubernder. Während die erste Sekunde von »Toxic« uns warme Schauer über die studentischen Körper fahren lässt, schleicht sich Diddl getreu ihrer mäuserischen Natur an: Leise, unschuldig, plötzlich, mit einem ZurQuelle-Artikel …und hoffentlich voller Wucht.

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Anne verschlang in nur drei Tagen das neue Buch der großartigen Margarete Stokowski: »Die letzten Tage des Patriarchats«.

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