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ZurQuelle Magazin

von und für Zaubernde

Ob im Print, online oder in Videoform, von überall brüllen sie einen an: Die Ausrufezeichen der Wütenden! Längst leben wir in einem Land der Wutbürger. Und nun ist diese Wut auch auf die Medien übergesprungen.

Journalisten à la ze.tt, bento und funk, die man ja schon immer für ihre investigativen, faktenbasierten Recherchen und ihre unerschütterliche Neutralität schätzte, schimpfen plötzlich noch mehr, als dass sie informieren. Die Digital Natives ärgern sich über Smalltalk, un- oder übermotivierte Festivalbesucher und liefern die passenden Verhaltensregeln gleich mit.

Wer glaubt, es handelt sich um einen neuen kategorischen Imperativ, wird bitter enttäuscht: Die Anweisungen beschränken sich auf den Befehlston. »Führt keinen Smalltalk – schweigt euch lieber an! Große Menschen nicht in die erste Reihe! Konzerte nicht mit Handys filmen!«

Diese Anweisungen sind so kurzsichtig, wie große Menschen, die sich vielleicht deswegen beim Konzert in die erste Reihe stellen. Und die nervige Person mit den Handy live-streamed das Konzert vielleicht für ihre beste Freundin, die mit Ebola-Aids im Krankenhaus liegt. Empathie geht anders.

Früher hatten die Medien mal einen Auftrag, irgendwas mit Wissen und Vermittlung. Da könnte man doch weitermachen. Schließlich erzieht den Menschen nichts so sehr wie Bildung, sagte schon Kant. Und das ist ein investigativ recherchierter Fakt.

 

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