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Das gesellschaftskritische Popmagazin


Bob Dylan und sein Literaturnobelpreis. Eine On-Off-Beziehung mit viel Nostalgie und mimimi.

Ruhm war schon immer doof. Jeden Tag die eigene fotorealistische Fratze auf den Armen tausender Fans zu sehen, schlecht gestochene Appelle von „dancing beneath a diamond sky.“ Dabei möchte auch ein Bob Dylan manchmal vielleicht nur in Ruhe kacken gehen.

Fragwürdige Selbstfindungs-Trips oder religiöse Anwandlungen haben das glatte Image vieler berühmter MusikerInnen aufgeraut. Poetische Hymnen gehören ebenso zu Bob Dylan wie seine Schulterpolster-Stolperer in den Achtzigern. Wahrscheinlich wollte Dylan früher wie heute auch nur das Eine.

Klarkommen. (Ein Hoch auf den Zeilenbruch!)

Fakt ist: Laut den Spielregeln des Nobelpreis-Komitees darf auch ein Sänger eine literarische Auszeichnung gewinnen. Genauer definiert wird „Sänger“ in diesem Zusammenhang nicht. Vielleicht gibt dir das bei deinem nächsten Karaoke-Abend ja etwas Selbstvertrauen.

Was Bob Dylan selbst zu dem ganzen Bums sagt, steht bis dato nicht so richtig fest. Die Anerkennung seines Gewinnes hat er nach kurzer Zeit wieder von seiner Website entfernt. Ist das jetzt eine ausgefuchste Form des Protests? Pure Arroganz? Was ist das für 1 Greis? Regt euch alle mal nicht so künstlich auf. Dylan feiert bald seinen 76. Geburtstag. Da ist es nur legitim, dass er mal mit der Maus ausrutscht.

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