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von und für Zaubernde

Heute ist Welttag der Pommes. Denn die Pommes ist das beste Essen und wir lieben sie.

Wer ist nicht weltgrößter Pommes Fan? Niemand, und wer anderes behauptet, lügt.

Pommes werden auch Fritten genannt. Interessant ist, dass beide Worte auf den selben Ursprung zurückgehen: Pommes (de terre) frites. Frittierte Kartoffeln. Soweit, so altbekannt.

Weniger bekannt ist, dass Fritten, obwohl sie in den USA „French Fries“ genannt werden, wahrscheinlich aus Belgien stammen. Dortwurden sie 1781 erstmals erwähnt – mit dem Hinweis darauf, dass die Zubereitungsmethode bereits hundert Jahre alt sei. Kurios, weil Belgien hundert Jahre zuvor nicht einmal die Kartoffel kannte. Wer da lügt, bleibt offen. Doch warum sich der französische Anspruch auf die Entdeckung des kulinarischen Geniestreichs durchsetzen konnte, ist wohl darauf zurückzuführen, dass Frankreich für kulinarische Köstlichkeiten berüchtigt ist.

Die französische Lügengeschichte über die Pommes

Frankreichs Lügengeschichte erklärt das Jahr 1789 zum Entdeckungsjahr der Pommes. Am Vorabend der französischen Revolution (die weder damals noch heute in Frankreich „französische Revolution“ genannt werden dürfte, obwohl sie in Frankreich stattfand, was ein wenig seltsam anmutet, aber eigentlich nur logisch ist, wenn man darüber nachdenkt) waren Kartoffeln nämlich gerade mega en vogue.

In den USA populär wurden Fritten zu Zeiten des Ersten Weltkrieges (Den damals auch niemand „Erster Weltkrieg“ nannte), als GIs mit der belgischen Küche in Berührung kamen. Die belgische Armee sprach Französisch, was die Belgierinnen heute sicherlich ärgert, weil es dazu beigetragen hat, dass ihnen die Urheberschaft für die Pommes entwendet wurde. Einen kurzen Lichtblick dürften sie gesehen haben, als die amerikanische Regierung 2003 forderte, „French Fries“ in „Freedom Fries“ umzubenennen. Es ging darum, Frankreich eins reinzuwürgen nachdem dieses auf die Teilnahme am Irakkrieg verzichtet hatte.

Und hierzulande? Sind Pommes genauso geil wie überall sonst. Sie werden gegessen von Jung und Alt, machen Kinder froh und Erwachsene ebenso. Auch Hunde finden sie toll, auch wenn gesalzene Pommes nicht gut für sie sind. Etwa 300.000 Tonnen werden davon jährlich verzehrt. Das ist sehr viel. Und sehr lecker.