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Das gesellschaftskritische Popmagazin

1 im Jahresrückblick 2016: Wir blicken zurück auf ein Jahr, das im allgemeinen Jahresrückblick nicht allzu gut wegkommt. Wir gucken aber nicht nur auf Trump.

Das gesamte Jahr hindurch: 1

Es war so lustig. Es sollte sogar Jugendwort des Jahres werden. Es war überall. Und es taucht auch heute noch verlässlich häufig auf. Vor allem bei Leuten, die ganz offen zugeben können, dass sie den verdammten Schuss nicht gehört haben.

Moneyboy hat die „1“ in seinen Tweets etabliert. Anfangs wirkte das praktisch und authentisch pragmatisch, später skurril und dann schließlich lustig.  So wie Moneyboy selbst.

Die ganze Welt hat es sich abgeguckt. Überall war von „1 Life“ die Rede. Unbestimmte Artikel wurden zu Zahlen. Lustig anzusehen war das, weil auch vermeintlich seriöse Player den Trend mitmachten.

!!11elf!!eins!!

Das ging einen Monat so, dann zwei und dann war der Trend immer noch nicht versiegt. Und das, obwohl mittlerweile alle davon gehört hatten, alle sich mindestens einmal gewundert hatten. Trotzdem ging es weiter und weiter. Noch heute lesen wir regelmäßig besonders witzige Menschen, die sich „noch 1 Bier bestellen“ oder sich fragen „was ist das für 1 Life“. Die haben den Schuss nicht gehört! (Als nächstes: Leute, die es immer noch lustig finden, Ausrufezeichen mit „elf“ und „eins“ zu ergänzen („!!11eins!!elf!!“)).

Leute. 1. Die Idee war nicht eure, ihr kopiert einen ursprünglich lustigen Witz. 2. Der Witz ist vorbei, der wird nicht besser, wenn ihr ihn einfach nochmal macht. Jetzt gerne Hass.