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Das gesellschaftskritische Popmagazin

In unserem Jahresrückblick 2015 findet ihr fortan jeden Tag ein Türchen, das es durch Klicken zu öffnen gilt. Wir stellen euch die bewegendsten, die tollsten, die beeindruckendsten Vorkommnisse des letzten Jahres vor. Heute: Blut als Jungbrunnen und etwas Nachdenkliches. Ihr werdet es LIEBEN!

Die Links zu den bisherigen Türchen findet ihr unten. Die 06 fehlt leider, aber da war Nikolaus, wir hatten einen furchtbaren Kater und die Party des Abends zuvor steckte uns noch schmerzhaft in den Knochen. Seht es uns nach, ihr süßen Babyweihnachtsmänner (und Babyweihnachtsfrauen)

Blut ist gut, Tomatensaft ist besser

Großartige Neuigkeiten erreichten uns in diesem Jahr aus der Forschung. Darunter waren Exoplaneten ohne Ende, eine Genschere, die Landung auf einem Asteroiden und ein künstliches Wurmloch. Doch das ist alles nichts gegen die Erkenntnis, die uns ein Team um Saul Villeda von der University of California in San Francisco lieferte: Blut ist gut, sehr sogar. Und zwar nicht seine reine Anwesenheit in den dafür vorgesehenen Gefäßen – auch wenn dies durchaus nicht ungesund ist – sondern sein Konsum. In Versuchen mit Mäusen zeigte sich nämlich, dass das Blut junger Mäuse, konsumiert von den alten Mäusen, auf diese eine geradezu verjüngende Wirkung ausübten. Doch genützt hat das den Versuchsmäusen freilich wenig, denn wenn Versuchstiere nicht schon bei den Experimenten selbst sterben, so werden sie in der Regel nach deren Abschluss getötet: Jedes Jahr sterben so etwa zwischen 60 und 120 Millionen Wirbeltiere in Tierversuchen.

Die guten Neuigkeiten richten sich also weniger an ehrbare Vampire, deren Blutkonsum ohnehin illegal ist, sondern vielmehr an die modernen woiwodesquen Schlächter im Labor. Denn ihr Handeln ist völlig legal.

Naja, und wir wissen jetzt eben, dass der weiße Teint der flatternden Fledermenschen nicht an Mangelernährung, sondern schlichtweg an Lichtmangel liegen muss. Darauf eine Bloody Mary!

 

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